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Empfohlene Kameraausrüstung für Safaris

Kamera

Jede qualitativ hochwertige Kamera ist geeignet, da man so nah mit der Tierwelt in Berührung kommt, dass selbst eine gute Kompaktkamera schöne Bildergebnisse liefert. Hat man jedoch höhere Ansprüche an sich und die Urlaubsfotos, so sollte man sich eine Spiegelreflex-Digitalkamera 35mm zulegen. Hier gibt es viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt, doch sollte man darauf achten, dass die Kamera mindestens fünf Bilder pro Sekunde schießt, so dass tatsächlich keine Bewegung verloren geht. Bei einer Kompaktkamera gibt es eine leichtere Verzögerung zwischen dem Drücken des Auslösers und dem tatsächlichen Schuss des Bildes. Die Spiegelreflex-Digitalkamera hingegen hat den Vorteil, dass es hier keinerlei Verzögerung gibt.

Objektive

Da man so nah am tatsächlichen Geschehen und den Tieren ist, ist ein Objektiv nicht unbedingt notwendig. Wenn die Kamera über einen guten Zoom verfügt, ist dies sicherlich die beste Option, da sie gleichzeitig enorme Flexibilität bietet und man auf unnötiges Zubehör verzichten kann.


Zoomlinsen

Zoomlinsen mit 70-200mm f2.8, 200-400mm f4 oder 100-400mm f5.6 Linsen sind geeignet. Diese bieten nicht nur hochauflösende Bildergebnisse sondern auch beste Qualität.


Multifunktionslinsen

In den meisten Spiegelreflex-Digitalkameras ist bereits eine Standardlinse integriert. Falls nicht, ist eine Linse mit 24-70mm ideal für gute Landschafts- und Reiseaufnahmen.


Festobjektive

Es gibt Objektive mit einer Mindestbrennweite von 200 mm bis hin zu 600 mm. Dies sind selbstverständlich exzellente Linsen, die jedoch sehr kostspielig sind und nicht immer unbedingt notwenig sind. Die Linsen liefern gerade bei schlechten Lichtbedingungen sehr gute Ergebnisse. Sie geben dem Bild Tiefe und verleihen Portraits Schärfe, während der Hintergrund leicht verschwimmt. Diese Objektive sind jedoch häufig sehr schwer und verlangen ein Stativ oder einen sonstigen festen Untergrund.


Konverter

Wenn möglich sollte man einen 1,4 oder 2-fach hochauflösenden Konverter verwenden. Konverter liefern eine hervorragende Auflösung und bieten sich gerade bei Vogelaufnahmen an.


Sonstige empfohlene Ausrüstung - Stative

Ein Stativ ist natürlich schwerlich auf einer Safari im Land Rover oder auf einem Boot zu gebrauchen. Zum einen bleibt nicht genug Platz, um die Beine zu adjustieren, zum andern fehlt die nötige Stabilität. Auf oder um die Lodge hingegen bieten sich gegebenenfalls viele Fotomotive, die nur mithilfe eines Stativs fotografiert werden können. Gerade für Fotographien in der Dämmerung oder bei Sonnenaufgang bietet sich ein Stativ an.


Blitz

Ein guter Blitz ist das A und O. Ein Drittel der Abendsafari findet in der Nacht, also in nahezu vollkommener Dunkelheit statt. Ein guter Blitz bzw. ein gutes "Speedlight" wird in diesen Situationen sicherlich gute Dienste leisten. Der Einsatz von Blitzlicht stellt im Allgemeinen kein Problem während der Safaris dar; nur wenn Raubtiere auf der Beutejagd sind, sollte kein Blitzlicht verwendet werden. Die auf Safaris eingesetzten Wagen verfügen über Fährtenfinder und über leistungsstarke Scheinwerfer. Man sollte allein mit dieser Lichtquelle problemlos Fotos schießen können.


Kameratasche

Der afrikanische Busch ist vor allem tagsüber recht staubig. Daher sollte man unbedingt eine Kameratasche zur Hand haben, in der man die Kamera verstaut, um diese vor Staubeinlagerungen und Verschmutzungen zu schützen. Man sollte des Weiteren darauf achten, die Objektive nicht während einer Safari zu wechseln, damit sich Staubpartikel nicht im digitalen Sensor festsetzen können. Zusätzlich sollte man sich beim Kauf einer neuen Kamera überlegen, ob man nicht ein Gerät kauft, welches durch spezielle Gummiabdichtungen an den relevanten Stellen einen wesentlich höheren Schutz vor dem Staub bietet.


Memory Card und Speicherplatz

Eine schnelle Kamera ist eine wichtige Voraussetzung. Jedoch ist eine sehr schnelle Kamera nicht erfolgreich, wenn der von ihr genutzte Chip nicht ebenfalls einen entsprechend schnelle Zugriffszeit hat. Daher sollten sie auf jeden Fall im Fachhandel entsprechende Flash-Chips mit zum Apparat und den Anforderungen passenden Zugriffszeiten kaufen. Genügend Speicherplatz sollte unbedingt vorhanden sein – entweder anhand einer externen Festplatte oder mehreren Memory Cards. Auf der Lodge bzw. im Reservat gibt es keine Möglichkeit, Memory Cards zu erwerben oder den Inhalt der Karten herunter zu laden. Daher sollten Sie Ihren Laptop sowie eine externe Festplatte mitbringen sowie genügend Speicherplatz auf der Kamera für Ihren gesamten Aufenthalt einrechnen. Zur Sicherheit bietet es sich immer an mehrere Memory Cards mitzunehmen und zu wechseln, denn sollte tatsächlich ein Chip kaputt gehen, dann ist man noch flexibel mit dem Rest und verliert nicht alle Bilder.


Wie macht man gute Bilder auf einer Safari?

Zu Beginn der Safari sollten Sie den Ranger wissen lassen, dass Sie sehr an Fotographie interessiert sind und gerne ein paar außergewöhnlich gute und nahe Tieraufnahmen machen möchten. Die Wagen, mit denen Sie durch die Nationalparks fahren werden, verfügen meist über drei Sitzreihen. Sie sollten darauf achten, in der ersten Reihe oder möglichst direkt neben dem Ranger Platz zu nehmen. Ansonsten hilft auch ein wenig Ausdauer, um auf das richtige Bild zu warten.


Kameraeinstellungen

Falls Sie sich noch nicht so lange mit dem Thema Fotographie beschäftigen und/oder Ihre Kamera gerade erst erworben haben, wird empfohlen, die Kameraeinstellung auf "P" für Programm zu belassen und zunächst erst einmal vorsichtig mit Experimenten und unterschiedlichen Kameraeinstellungen zu sein. Stellen Sie sicher, dass der Autofokus und die Bildstabilisierung aktiviert sind.

Wenn Sie sich jedoch schon etwas besser mit dem Thema Fotographie auskennen und sicher mit der Kamera und den unterschiedlichen Einstellungen umgehen können, wird empfohlen in RAW zu fotografieren. Natürlich wird viel Speicherplatz dadurch verbraucht, doch ermöglicht Ihnen das RAW-Format eine enorme Flexibilität bei der Entwicklung. Für Portraitaufnahmen sowie Landschaften sollten Sie stets die Zeitautomatik wählen. Dies gibt dem Bild eine schöne Tiefe. Die Blende sollte generell zwischen F6.3 und F7.1 liegen.

Wenn Sie schnelle Bewegungen mit ihren Bildern festhalten möchten, ist der Sportmodus ein Muss. Um eine Bewegung einzufrieren, sollte die Belichtungszeit bei mindestens 1/1600 liegen. Die Kamera wird die Verschlusszeit automatisch anpassen. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Verschlusszeit nicht zu gering wird, da dies die Lichtempfindlichkeit erhöht. In diesem Fall sollte der ISO in der Regel bei 800 bleiben.


Fokus

Viele der neueren Kameras ermöglichen es, den Fokus manuell auf dem Bildschirm einzustellen. Wenn Sie sich bereits mit der Kamera auskennen, sollten Sie von dieser manuellen Einstellung Gebrauch machen und den Fokus immer auf dem Auge des Tieres richten. Dies verleiht dem ganzen Bild eine gewisse Schärfe.