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Informationen über den Löwen

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Als einzige Großkatze der Welt lebt der Afrikanische Löwe als größtes Landraubtier des Schwarzen Kontinents in Rudeln von bis zu dreißig Tieren. Die Rudel werden stets von einem männlichen Tier angeführt, das nicht nur durch das Setzen von Duftmarken, sondern auch durch ein kilometerweit hörbares Brüllen seinen Revieranspruch demonstriert. Der Rest der Rudelmitglieder besteht aus Weibchen und deren Jungen sowie häufig aus einigen zumeist noch jüngeren Löwenmännchen, die unter anderem für die Verteidigung des Nachwuchses zuständig sind. Bei Eintritt der Paarungsfähigkeit im Alter von etwa zwei bis drei Jahren werden sie jedoch vom dominanten Männchen vertrieben.


Die Mähnen der Löwenmännchen dienen nicht nur der Steigerung der Attraktivität, sondern erfüllen gleichfalls einen praktischen Nutzen. So schützen die Mähnen die kämpfenden Löwen vor den Prankenhieben der Kontrahenten. An den Mähnen der Löwen lässt sich auch deren körperliche Verfassung ablesen. So sind Löwenmänner, die über einen besonders üppigen Haarwuchs verfügen, in der Regel besonders stark.

Löwenmännchen können bis zu 250 kg schwer werden und eine Länge von 3 m (inklusive Schwanz) bzw. eine Schulterhöhe von bis zu einem Meter erreichen. Löwen besitzen einen langen Schwanz mit einer behaarten Quaste am Ende.

Löwe im Ngorongoro Krater
Löwe im Ngorongoro Krater

Verbreitung / Lebensraum

In früheren Zeiten war der Löwe, die nach dem Tiger zweitgrößte Katze der Welt, in ganz Afrika verbreitet. Bis zum Ende der Eiszeit wurden darüber hinaus große Teile Europas und Asiens von Löwen besiedelt. Heute lebt der Afrikanische Löwe als König der Savanne fast nur noch südlich der Sahara, während die Restpopulation einer wesentlich kleineren Unterart in Indien beheimatet ist.

Löwin mit Jungen in der Serengeti
Löwin mit Jungen in der Serengeti

Ernährung / Beute / Jagd

Ein Löwenrudel jagt bevorzugt in der Dunkelheit in einem Revier von bis zu 400 Quadratkilometern. In der Nacht sind zum einen die Temperaturen erträglicher, zum anderen ist die Sicht für die Beutetiere schlechter. Löwen haben bei Nacht aufgrund ihrer perfekt ausgebildeten Augen die Möglichkeit um ein Vielfaches besser zu sehen als andere Tiere. Die Weibchen sind überwiegend für den Nahrungserwerb verantwortlich. Je nach Rudelgröße werden Beutetiere wie Antilopen, Gnus, Büffel, Zebras, Gazellen, gelegentlich aber auch Nilpferde und Elefanten erbeutet. Die Spitzengeschwindigkeit von 60 Km/ h können sie nur wenige hundert Meter durchhalten.

Löwinnen sind die Jagdverantwortlichen im Rudel
Löwinnen sind die Jagdverantwortlichen im Rudel

Fortpflanzung / Paarung

Bei der Paarung packt das Männchen das auf dem Bauch liegende Weibchen am Nacken. Der etwa 30 Sekunden andauernde Geschlechtsakt wird während der ca. fünftägigen Brunftzeit der Löwin etwa 40-mal am Tag vollzogen. Die Tragzeit beträgt ungefähr vier Monate. Die ein bis vier Jungtiere werden noch blind in einem abseits vom Rudel gelegenen Versteck geboren und verbringen dort die ersten sechs bis acht Lebenswochen. In dieser Zeit geht die Löwin unter Umständen alleine auf Jagd. Während ihrer Abwesenheit fallen die Jungtiere nicht selten Hyänen zum Opfer.

Löwenpaar: Ruhepause zwischen dem Akt
Löwenpaar: Ruhepause zwischen dem Akt

Feinde

Männliche Löwen töten den Nachwuchs ihres Vorgängers, falls diese ein Rudel erobern. Revierkämpfe enden nicht selten mit dem Tod eines Rivalen. Ausgewachsene und gesunde Löwinnen müssen an und für sich jedoch keine natürlichen Feinde fürchten. Es ist einzig und allein der Mensch, der den imposanten Tieren gefährlich werden kann, und das nicht nur als Jäger. So trägt die Ausdehnung der landwirtschaftlich genutzten Flächen in nicht unwesentlichem Maße Schuld daran, dass die Löwenpopulation in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat. Die Zahl der noch freilebenden Afrikanischen Löwen wird derzeit auf etwa 16.000 bis 30.000 Exemplare geschätzt, die überwiegend in den Schutzgebieten Süd- und Ostafrikas leben.


Löwen-Jungtier
Löwen-Jungtier

Jungtier-Gruppe erkundet die Umgebung
Jungtier-Gruppe erkundet die Umgebung