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Informationen über Krokodile

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Der Körperbau des Krokodils weist einige markante Merkmale auf. Zum einen hat es einen flachen Körperbau in Verbindung mit einer flachen Schnauze. Dies ermöglicht es ihnen, sich im Wasser elegant fortzubewegen. Durch ihren Körperbau sind sie sehr gut getarnt, da in der Regel lediglich die vorne am länglichen Schädel liegenden Nasenlöcher und die weit oben am Kopf angesetzten Augen der reglos verharrenden Panzerechsen aus dem Wasser herausragen. Die Nasenöffnungen sind durch ein Kanalsystem mit dem Rachen verbunden, sodass die Atmung selbst mit gefüllter Schnauze ohne Probleme möglich ist.

Die in fast allen Teilen Afrikas verbreiteten Nilkrokodile besitzen einen kräftigen Schwanz, der beim Schwimmen und Tauchen als Ruder dient. Diesen nutzen sie auch, um peitschenartig aus dem Wasser zu schnellen und ihre Beute zu ergreifen. Charakteristisch für das Krokodil ist des Weiteren der teilweise durch Knochenplatten verstärkte Schuppenpanzer, der beim Nilkrokodil braungrün bis dunkelgrau und mit schwarzen Elementen versehen sein kann. Die wechselwarmen Tiere verbringen den größten Teil ihres Lebens im Wasser und sind hervorragend an dieses Leben angepasst. Sie besitzen sehr große Lungen und können auch beim Fressen noch atmen.


Krokodile liegen tagsüber meist regungslos in der Sonne und werden erst in der Dämmerung bzw. Nacht aktiv. Die typisch aufgerissenen Mäuler nutzen sie, um die Körpertemperatur über die Verdunstung von Flüssigkeit über die Mundschleimhäute zu senken.

Das Nilkrokodil erreicht eine Länge von etwa sechs Metern und ein Höchstgewicht von bis zu einer Tonne. Dabei kann es über 50 Jahre alt werden. Krokodile sind jedoch nie richtig ausgewachsen, da sie ihr Leben lang wachsen, selbst wenn im fortgeschrittenen Alter das Wachstum stark eingeschränkt ist. Auch die Zähne der Krokodile erneuern sich im Durchschnitt alle zwei Jahre.


Verbreitung / Lebensraum

In Tansania sind zwei Krokodilarten heimisch: Das Nilkrokodil als Prototyp des afrikanischen Krokodils und das Panzerkrokodil, das allerdings nur im Westen von Tansania lebt. Als letzte Überlebende aus der Gruppe der Archosaurier halten sich die Krokodile bevorzugt im Wasser, also Seen und Flüssen, seltener am dichtbewachsenen Ufer auf.


Ernährung / Beute / Jagd

Das afrikanische Krokodil ist ein reiner Fleischfresser und erbeutet Säugetiere jeglicher Art und Größe, sowie Reptilien, Fische, Vögel und Aas. Die Jagd findet entweder einzeln oder in kleinen Gruppen statt. Besonders gefährdet sind Antilopen, Rinder, Giraffen, Zebras, Gnus, aber auch Löwen, die das Wasser zum Durststillen aufsuchen und von den lauernden Krokodilen blitzschnell erfasst, unter Wasser gedrückt und somit ertränkt werden.

Um das ertränkte Opfer zerreißen zu können, verbeißen sich die Krokodile in ihrer Beute und wenden sich dabei mehrere Male um die eigene Achse. Dadurch reißen sie einzelne Stücke des Opfers heraus und schlingen diese dann hinunter. Manchmal wird die Beute auch einige Tage versteckt, ehe sie ohne zu kauen in Stücken hinuntergeschluckt wird.

Fortpflanzung / Paarung

Das afrikanische Nilkrokodil wird erst mit etwa zwölf bis fünfzehn Jahren geschlechtsreif. Nachdem sich die Paarung im Wasser vollzogen hat, legt das weibliche Krokodil bis zu einhundert Eier in eine Grube, die anschließend mit Sand bedeckt wird. Krokodile betreiben eine aufwändige Brutpflege. So bewacht die Mutter das Nest, bis nach etwa drei Monaten die Jungtiere schlüpfen, die wie alle Reptilien von der Erdwärme ausgebrütet wurden.

Bei der Entwicklung des Geschlechts im Nest der Embryonen handelt es sich um eine temperaturabhängige Geschlechtsbestimmung. Die Bruttemperatur entscheidet also, ob sich aus den Eiern Männchen, Weibchen oder beides entwickeln. Bei einer Bruttemperatur unter 30 Grad Celsius schlüpfen Weibchen, liegt die Temperatur etwa vier Grad höher, so kann davon ausgegangen werden, dass es sich um männliche Krokodilbabys handelt. Bei Eiern, die in verschiedenen Tiefen vergraben lagen, ist mit einem Nachwuchs zu rechnen, der aus männlichen und weiblichen Tieren besteht. Die Krokodilmutter nimmt ihre Jungen, die sich mitunter durch ein Fiepsen verständlich machen, vorsichtig ins Maul und trägt sie ans Wasser, wo sie die Jungkrokodile noch eine Zeitlang bewacht und gegen Feinde verteidigt.


Feinde

Ausgewachsene und gesunde afrikanische Krokodile haben kaum natürliche Feinde. Allerdings geht man davon aus, dass ein Großteil der Eier sowie der frisch geschlüpften Jungtiere trotz der Fürsorge der Mutter diversen Fressfeinden zum Opfer fällt, beispielsweise Störchen, Reihern, Marabus, Warzenschweinen und kleineren Beutegreifern.