headerphoto

Informationen über Hyänen

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Hyänen sind die in Afrika am häufigsten anzutreffenden Raubtiere. Als Unterarten gibt es die Fleckenhyäne, die Tüpfelhyäne und die braune Hyäne. Der stark abfallende Rücken verleiht den Tieren seinen charakteristischen "buckeligen" Anblick. Ebenfalls charakteristisch für diese Säugetierart ist der Passgang, das heißt, dass die Beine einer Seite gemeinsam bewegt werden – im Gegensatz zu den meisten anderen Vierbeinern. Der Großteil ihrer Nahrungsrivalen zieht die Beute nach dem Erlegen nur hinter sich her, wohingegen Hyänen durch ihre starke Kiefer- und Halsmuskulatur selbst schwere Beute tragen können.

Stark abfallender Rücken bei Hyänen
Stark abfallender Rücken bei Hyänen

Hyänen besitzen ein sehr starkes Gebiss, so dass sie selbst sehr wuchtige Knochen problemlos aufbrechen können. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie in erster Linie durch die Nahrung. Ist jedoch in der Nähe ausreichend Wasser vorhanden, dann trinken die Tiere so lange der Vorrat reicht. Die Sinnesorgane, also Ohren, Augen und Nase sind sehr gut entwickelt. Hyänen zählen entgegen der vielfach verbreiteten Meinung nicht zu den Hunden, sondern zu den Schleichkatzen.


Ausgewachsene Tüpfelhyänen können bei einer Länge von 1,5 m bis zu 70 kg wiegen. Die Tiere erreichen bei ihrer Jagd Spitzengeschwindigkeiten von 60 km/h. Bei den Hyänen regieren die weiblichen Tiere, denn anders als bei den meisten Säugetieren ist das Weibchen bei den Tüpfelhyänen ein bisschen größer als das Männchen und diesem gegenüber dominant. Innerhalb des Rudels besteht eine klare soziale Rangordnung.

In Tansania zählen die Hyänen zu den Tieren, die akustisch am häufigsten vernommen werden, denn die Tüpfelhyäne besitzt ein reichhaltiges Repertoire an unterschiedlichen Lauten. Tüpfelhyänen können zum Beispiel kreischen, "weinen", grunzen, muhen und auch kichern, wenn sie sich einem Artgenossen unterwerfen.


Verbreitung / Lebensraum

Die an der charakteristisch getupften Fellzeichnung sehr schnell erkennbaren Tüpfelhyänen sind nicht nur in Tansania sehr weit verbreitet, sondern allgemein südlich der Sahara und somit in weiten Teilen des Schwarzen Kontinents. Hyänen lieben trockenes Gelände, Buschsteppen, Savannen sowie felsige Territorien. Vereinzelt sind die Tiere jedoch auch in sumpfigen Gegenden und in Wäldern anzutreffen.

Hyänen besitzen kaum Scheu vor dem Menschen, so dass sie sich mitunter auch in der Nähe der Dörfer niederlassen. Das Territorium eines in Tansania lebenden Hyänenclans umfasst etwa 20 km˛. In der Regel stellt die Hyäne keinerlei Gefahr für den Menschen dar. Nur in extremen Notsituationen begeben sich die Tiere in die Nähe von Menschen.

Hyäne in der Serengeti
Hyäne in der Serengeti

Ernährung / Beute / Jagd

Hyänen sind an und für sich nachtaktiv, begeben sich aber bei kühler Witterung gelegentlich auch tagsüber auf die Nahrungssuche. Dabei ernähren sich die im Rudel lebenden und jagenden Tiere nicht nur von Aas, sondern erbeuten durchaus auch Impalas, Gnus, Gazellen, Antilopen, Zebras oder gelegentlich auch einmal einen kranken oder schwachen Elefanten.

Hyänen lauern ihrer Beute nicht auf, sondern hetzen diese bis zur Erschöpfung. Nicht selten rauben sie auch die Beute anderer Raubtiere. Der Speiseplan wird durch kleine Wirbeltiere, Insekten und Eier ergänzt; die Tiere sind folglich den Allesfressern zuzuordnen.

Hyäne
Hyäne

Fortpflanzung / Paarung

Durch die Rangordnung innerhalb eines Clans wird eine wahllose Vermehrung vermieden. Es gibt bei den Hyänen keine festen Paarungszeiten. Die jungen Tüpfelhyänen kommen nach einer Tragzeit von 90 bis 110 Tagen in einem schwarzen Fell auf die Welt und bleiben anschließend einige Wochen im Bau.

Tüpfelhyäne
Tüpfelhyäne

Die ein bis fünf Jungtiere werden etwa 12 bis 16 Monate lang von der Mutter gesäugt. Mit etwa eineinhalb bis drei Jahren werden die Hyänen schließlich geschlechtsreif. Die Tiere können ein Alter von bis zu 40 Jahren erreichen.


Feinde

Ausgewachsene Tüpfelhyänen haben kaum natürliche Feinde. Durch die Zerstörung ihres natürlichen Territoriums sowie durch die Abnahme der Beutetierpopulationen ist jedoch auch die Zahl der in Freiheit lebenden Hyänen rückläufig. Als Aasfresser werden die Tüpfelhyänen des Weiteren nicht selten zum Verkehrsopfer, da sie sich teilweise von den auf den Straßen liegenden Kadavern ernähren.