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Informationen über den Gepard

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Der Gepard ist eine Besonderheit unter den Katzen. So unterscheidet er sich in verschiedenen Merkmalen sehr stark von seinen Vettern. Die schlanke, etwa 80 cm hohe und 150 cm lange Gestalt des Geparden ähnelt nämlich eher einem Windhund als einer Raubkatze. Mit rund 60 Kilogramm ist der Gepard kein Schwergewicht. Auch ist das Gebiss wesentlich kleiner und somit deutlich schwächer ausgebildet als bei den Leoparden und Löwen. Dafür verfügt das pfeilschnelle Tier über vergrößerte Lungen, Nebennieren und Bronchien sowie über breite Nasengänge, die den Geparden während eines Spurts mit genügend Sauerstoff versorgen.

Gepard auf der Jagd
Gepard auf der Jagd

Ernährung / Beute / Jagd

Als schnellstes Landraubtier der Erde erbeutet der Gepard überwiegend Antilopen, Gazellen und andere kleinere Huftiere, aber auch Vögel, Kaninchen und Hasen. Dabei erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von über 110 Stundenkilometern. Zuvor pirschen sich die grazilen Katzen nahezu lautlos etwa 50 bis 100 Meter an ihr Opfer heran. Hat der jagende Gepard das flüchtende Tier eingeholt, so bringt er es durch die Wucht seines Körpers zu Fall. Anders als dies Löwen oder Leoparden zu tun pflegen, wird die Beute durch das Zusammenpressen der Kehle mit den Zähnen erstickt und nicht durch einen gezielten Genickbiss getötet.

Beliebte Beute des Gepards: Junge Antilopen
Beliebte Beute des Gepards: Junge Antilopen

Im Gegensatz zu den anderen großen Katzen Afrikas ist der Tansanianische Gepard tagaktiv. Auf diese Weise kann er seine Beute relativ ungestört vertilgen, während die Leoparden, Löwen und Hyänen in der Tageshitze Ruhe halten und somit für die in der Regel schwächeren Geparden keine Gefahr darstellen.


Fortpflanzung / Paarung

Während die Weibchen meist mit ihren Jungen alleine leben, bilden die Männchen kleine Gruppen, in denen sich zwei bis fünfzehn Tiere zusammenfinden. Kater und Kätzin sind hingegen nur während der Paarungszeit zusammen. Ein Gepard wird mit etwa drei Jahren geschlechtsreif. Nach einer Tragzeit von gut drei Monaten wirft die Gepardin etwa ein bis drei Junge, die im Anschluss daran rund acht Wochen im Bau verbringen. Die ersten drei Monate ihres Lebens besitzen die kleinen Geparde einen grau-silbrigen Mähnenschleier, der sich von der Stirn bis zum Schwanzansatz erstreckt und sie im hohen Gras sehr gut tarnt.

Zwei m&aumlnnliche Geparde in der Serengeti
Zwei männliche Geparde in der Serengeti

Feinde

Trotz ihrer guten Tarnung überleben über 90 Prozent der Jungtiere das erste Lebensjahr nicht, da sie sehr häufig größeren Raubkatzen und Hyänen zum Opfer fallen. Übersteht ein Tansanianischer Gepard diese kritische Phase, so hat er jedoch gute Chancen bis zu 15 Jahre alt zu werden.

Gepard im Tarangire Nationalpark
Gepard im Tarangire Nationalpark

Verbreitung / Lebensraum

In früheren Zeiten besiedelten die gefleckten Sprinter die Savannen des nahezu gesamten afrikanischen Kontinents. Heute ist der Gepard nur noch südlich der Sahara sowie als Unterart in kleinen Restbeständen im nördlichen Iran zu finden.