headerphoto

Informationen über das Flusspferd

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Das Flusspferd ist eines der größten, pflanzenfressenden Säugetiere. Der ebenfalls übliche Name ßNilpferdß ist auf die ersten vom Menschen entdeckten Exemplare am Nil zurückzuführen. Jedoch sind die Tiere in der Nilregion heute leider ausgerottet. Obwohl die Namensbezeichnung anderes vermuten lässt, ist das Flusspferd nicht mit dem Pferd verwandt.

Bevorzugter Aufenthaltsort des Flusspferds: Im Wasser
Bevorzugter Aufenthaltsort des Flusspferds: Im Wasser

Das Flusspferd kann ein Gewicht von bis zu vier Tonnen bei einer Körperlänge von bis zu ca. 4,5 Metern und einer Schulterhöhe von ca. 1,7 Meter erreichen. Männchen sind dabei immer größer als die Weibchen. Diese Maße mindern jedoch nicht die Schnelligkeit bzw. Wendigkeit dieses Tieres, welches schneller als ein laufender Mensch werden kann. Zusätzlich sind noch die markanten, bis zu 30 cm langen Eckzähne sehr auffällig. Diese dienen bei der Nahrungsaufnahme als Harke, um mit diesen das Gras vom Boden zu lockern. Die zentimeterdicke Haut hilft dem Tier beim Temperaturausgleich.


Flusspferde trifft man in der Regel in Gruppen an, welche von einem dominanten Bullen angeführt werden. Das Territorium der Männchen kann bis zu 100 Meter am Fluss- und bis zu 500 Meter am Seeufer betragen.

Die Tiere verbringen den Großteil des Tages im Gewässer oder in dessen Nähe schlafend bzw. ruhend. Um eine Überhitzung des Körpers zu vermeiden wird das Wasser als Kühlmöglichkeit intensiv genutzt. Dennoch sind sie schlechte Schwimmer, laufen mehr auf dem Untergrund des Gewässers oder stoßen sich von diesem ab, um an die Oberfläche zu gelangen. Tauchgänge sind durch automatisches Verschließen der Nasen- und Ohrlöcher ebenfalls kein Problem. Interessanterweise erfolgt das Auftauchen und Luftholen während des Schlafs sogar automatisch.

Flusspferdgruppe im Ngorongoro-Krater
Flusspferdgruppe im Ngorongoro-Krater

Verbreitung / Lebensraum

Die Verbreitung der Flusspferde ist heute nur noch auf das afrikanische Gebiet südlich der Sahara begrenzt. Hier bevorzugen die Tiere Gebiete mit langsam fließenden Gewässern und tiefen Seen. Zur Nahrungsaufnahme sind die Tier in größeren Grasgebieten in der Nähe von Gewässern anzutreffen.

Ernährung / Nahrung

Flusspferde verlassen das schützende Gewässer bevorzugt in der Nacht zur Nahrungsaufnahme. Hier suchen sie sich entsprechende Weideflächen, um den überaus großen Bedarf an Nahrung zu decken. Dabei fressen sie vorwiegend Gräser an Land, Wasserpflanzen kommen kaum auf den Speiseplan. Das Weiden der Flusspferde kann bis zu sechs Stunden pro Tag dauern, ca. 1% des Körpergewichts wird dabei zu sich genommen. Flusspferde sind keine Wiederkäuer. Sie können sich den Weg zu bekannten Weideflächen in der Nähe ihres Gewässers merken und nutzen diesen immer wieder, daher kommt auch die Bezeichnung "Hippo Trail".

Seltenes Bild: Flusspferd beim Grasen tagsüber
Seltenes Bild: Flusspferd beim Grasen tagsüber

Fortpflanzung / Paarung

Die Paarung der Flusspferde findet im Wasser statt, wobei das Weibchen komplett unter Wasser gedrückt wird. Nach 8 Monaten Tragezeit wird ein Junges (selten Zwillinge) geboren, welches ein Gewicht zwischen 30 und 50 kg auf die Waage bringt. Meist erfolgt die Geburt im seichten Wasser, die Neugeborenen können jedoch direkt laufen und sich vom Seegrund abstoßen. Die Jungen werden von der Mutter auch im Wasser gesäugt.

Nach spätestens 8 Monaten erfolgt die Entwöhnung des Jungtiers. Die Geschlechtsreife der Männchen erfolgt im Alter von 8 bis 13 Jahren, beim Weibchen im Alter von 9 bis 15 Jahren. Flusspferde können ein Alter von bis zu 40 Jahren, in Gefangenschaft sogar über 50 Jahren erreichen.


Feinde

Flusspferde haben nur wenige Feinde. In seltenen Fällen gelingt es Hyänen oder Löwen ein Jungtier beim Grasen zu erbeuten. Der größte Feind ist auch bei diesem Tier der Mensch selbst.