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Informationen über den Afrikanischen Büffel

Merkmale / Eigenschaften / Steckbrief

Kaum ein Tier der afrikanischen Wildnis wird in seiner Gefährlichkeit so verkannt wie der Büffel. In der Vergangenheit sind jedoch bereits mehr Menschen durch Büffel zu Tode gekommen als durch Löwen oder andere Raubtiere. Allerdings werden die Tiere nur dann aggressiv, wenn sie ernsthaft bedroht werden. Auf Safaris zeigen sich die mitunter bis zu einer Tonne schweren Kolosse in der Regel sehr friedlich.

Büffel in der Serengeti
Büffel in der Serengeti

Bei den Afrikanischen Büffeln sind beide Geschlechter mit Hörnern bewaffnet. Das ausladende Gehörn der Bullen ist im Regelfall jedoch wesentlich wuchtiger als das des weiblichen Büffels (Büffelkuh genannt).


Der auch als Kaffernbüffel bezeichnete Afrikanische Büffel durchstreift in Herden von fünfzig bis fünfhundert Tieren bevorzugt die Steppen und Feuchtsavannen südlich der Sahara. Der Wald- oder Rotbüffel hingegen lebt als deutlich kleinere Unterart des schwarz bis graubraun gefärbten Steppenbüffels in den Regenwäldern Zentralafrikas. Während insbesondere ein männlicher Steppenbüffel bei einer Schulterhöhe von bis zu 1,70 Metern und einem Gewicht von bis zu einer Tonne eine beeindruckende Erscheinung ist, bringt der rotbraune Waldbüffel lediglich 300 Kilogramm auf die Waage, was in etwa dem Gewicht eines Ponys entspricht.

Gruppe von Waldbüffeln am Lake Manyara
Gruppe von Waldbüffeln am Lake Manyara

Der Afrikanische Büffel wird mit einem dicken Pelz geboren und verliert mit zunehmendem Alter sein Haarkleid allmählich. Sehr alte Kaffernbüffel sind daher fast nackt.


Ernährung / Nahrung

Wie alle Rinder ist auch der Afrikanische Büffel ein pflanzenfressender Wiederkäuer, der sich überwiegend von Gras und Wildkräutern ernährt. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser durchstreifen die Büffel ihr angestammtes Territorium daher in festen Routen.

Afrikanischer Büffel - auch Kaffernbüffel genannt
Afrikanischer Büffel - auch Kaffernbüffel genannt

Fortpflanzung / Paarung

Die mitunter sehr großen Herden bestehen überwiegend aus Kühen mit ihren Jungtieren. Insbesondere während der Paarungszeit stoßen jedoch auch ältere Bullen dazu, um sich mit den brünftigen Kühen zu paaren. Im Streit um die Kühe können sich die männlichen Büffel mitunter heftige Kämpfe liefern.

Büffelgruppe im Ngorongoro-Krater
Büffelgruppe im Ngorongoro-Krater

Die Kälber werden nach einer Tragzeit von etwa 340 Tagen geboren, wobei in der Regel nur ein einziges Jungtier zur Welt gebracht wird. Da die männlichen Jungtiere normalerweise nur die ersten beiden Lebensjahre in der Herde der Mutter verbringen, existieren darüber hinaus so genannte Junggesellenherden, in denen sich die heranwachsenden Bullen zusammenschließen, ehe sie mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif werden. Die weiblichen Jungtiere bleiben zumeist ein Leben lang in der Herde, in die sie hineingeboren wurden.


Feinde

Außer dem Menschen haben Afrikanische Büffel verhältnismäßig wenige natürliche Feinde. In freier Wildbahn erreichen sie daher nicht selten das zwanzigste Lebensjahr. Alte, kranke oder noch sehr junge Büffel werden hingegen unter Umständen von Leoparden und Löwen bejagt. Gegen einen gesunden, ausgewachsenen Büffel hat ein einzelner, auf dem Land lebender Beutegreifer kaum eine Chance, da die Tiere sehr wehrhaft sind. In einzelnen Fällen können die Büffel dann auch Löwen bei deren Angriff tödlich verletzen. Für die massigen Grasfresser lauert die Gefahr viel eher im Wasser, denn es ist gar nicht so selten, dass der ein oder andere Büffel beim Trinken oder Durchqueren eines Flusses von einem Nilkrokodil angefallen wird.