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Die Zusammenstellung des Teams / der Gruppe

Die Zusammenstellung einer Besteigungs-Gruppe hängt in vielen Fällen vom gewünschten Grad der Bequemlichkeit und des möglichen Services der Teilnehmer ab. Bei Buchung eines Reisepaketes wird der Veranstalter bzw. Tour Operator normalerweise die Anzahl der Helfenden durch Beschreibung der enthaltenen Leistungen vordefinieren. Im Regelfall sind in diesen Paketen ein Guide sowie Koch und Träger bereits enthalten.

Bei Vor-Ort-Buchung sollte man davon ausgehen, dass Selbstträger keine zusätzlichen Träger benötigen. Wenn also die Präferenz besteht einen Teil des Gepäcks selber zu tragen, dann können Sie mit maximal einem Träger pro Teilnehmer rechnen. Möchten Sie dies nicht und wollen eher auf die Unterstützung von Trägern zurückgreifen, so ist mit ca. zwei Trägern pro Teilnehmer zu kalkulieren. Es verbleibt dann nur das Tagesgepäck, welches während der Tagestour selbst getragen wird.


Bei Eigenplanung und Buchung vor Ort sollte man sich Gedanken machen wer bei dem Aufstieg als Verstärkung agieren sollte. Die Besteigung darf grundsätzlich nicht ohne einen lizenzierten Guide, in der Regel einem Jagga-Führer aus der heimischen Bevölkerung, gemacht werden. Darüber hinaus können noch weitere Träger und ein Koch mitgebucht werden. Im Folgenden werden daher noch einmal kurz die einzelnen Gruppen und deren Rollen beschrieben.


Guide / Bergführer

Die Besteigung des Kilimandscharos darf nicht ohne einen lizensierten Bergführer vorgenommen werden. Hierbei ist es egal, ob man den Anstieg alleine oder in einer Gruppe wagt oder ob man von Deutschland aus oder direkt vor Ort bucht. Zum Aufstiegsbeginn wird von den vor Ort ansässigen Behörden die Gültigkeit der Lizenz des Bergführers geprüft.

Die Bergführer haben in der Regel schon viele Jahre Erfahrung in der Besteigung des Gipfels. Sie fangen als Porter an und können, wenn sie sich gut entwickeln und vorbildlich verhalten, den Sprung zum Assistant-Guide (Assistenz Bergführer) schaffen. Wenn sie auch hier entsprechende Leistungen an den Tag legen, besteht die Möglichkeit, sich zur Guide-Prüfung anzumelden. Diese beinhaltet sowohl Bergsteiger-Expertise als auch Englischkenntnisse, damit der Guide sich vollumfänglich um die ihm anvertrauten Personen kümmern kann.

Ab einer Gruppengröße von mehr als zwei Personen wird ein Assistant-Guide die Gruppe zusätzlich begleiten. Sollten während des Aufstiegs gesundheitliche Probleme bei Mitgliedern der Gruppe auftauchen, so wird der Assistant-Guide diese Person zu der nächst tiefer gelegenen Station führen und dort auf die Rückkehr der restlichen Truppe warten. Ein wichtiger Grundsatz ist, dass niemand am Berg alleine zurückgelassen werden darf.


Am Tag vor der Besteigung wird der Guide zusammen mit dem ggf. vorhandenen Assistant-Guide eine Vorbesprechung mit der Gruppe durchführen. Hier erklärt der Guide den ersten Tagesablauf und steht gleichzeitig für alle noch offenen Fragen der Wanderer zur Verfügung. Grundsätzlich bespricht der Guide auch am Ende eines Tages das Programm für den kommenden Tag. Hierbei wird die Gruppe dann auch über Startzeit, zurückzulegende Höhenmeter und das nächste Camp informiert.

Koch

Während des Aufstiegs kann der Körper an seine Leistungsgrenze geführt werden. Um diese Anstrengung zu bewältigen benötigt man im besten Fall kohlenhydratreiche Ernährung.

Die Mahlzeiten werden üblicherweise von einem Koch zubereitet. Dieser hilft tagsüber bei dem Tragen des notwendigen Equipments und der Verpflegung. Ist die Truppe dann am Tagescamp angekommen, kümmert sich der Koch um das leibliche Wohl. Es werden unterschiedliche Speisen gereicht, Abwechslung sollte auf jeden Fall gewährleistet sein.


Porter / Träger

Für die Besteigung des Kilimandscharos kann man sich aussuchen, ob man sämtliches Gepäck inkl. Zelt und Proviant selbst tragen oder auf die Unterstützung von Portern zurückgreifen möchte.

Entscheidet man sich für Träger, dann werden das persönliche Gepäck (mit Ausnahme des Tagesrucksacks) sowie der für die Tour geplante Proviant und die Zelte von den Trägern von Camp zu Camp transportiert. Da es in der Vergangenheit leider schon zu Todesfällen aufgrund von überbelastungen der Träger gekommen ist, hat die Parkverwaltung das zulässige Gewicht der Träger auf 15 kg (neben Eigengepäck) limitiert. Diese Restriktion wird strengstens überwacht, bei jedem Tour-Start werden die Gepäckstücke gewogen und müssen teilweise sogar umdisponiert werden. Für den Teilnehmer heißt das wiederum mit Bedacht zu packen. Kleidungsstücke oder anderes Gepäck, welches Sie nicht für die Besteigung benötigen, sollten Sie im Hotel zurücklassen. Hier bietet es sich an, das Gepäck mit einem kleinen Schloss zu sichern, damit niemand in Versuchung geführt wird.

Es ist üblich, den Teammitgliedern nach der Tour ein Trinkgeld zu geben. Dieses Trinkgeld wird bereits bei der Besoldung der Teammitglieder berücksichtigt und sollte daher auf jeden Fall gegeben werden. Gerade diese Gruppenmitglieder haben es sich aufgrund der harten körperlichen Arbeit mehr als verdient.