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Besteigung des Mount Meru - ideale Akklimatisationsvorbereitung

Der Mount Meru gehört mit 4.562 m zu den höchsten Vulkanen Afrikas und ist neben dem Kilimandscharo die zweithöchste Erhebung Tansanias. Gerade seine direkte Nähe (nur 65 km) zum Kilimandscharo und die guten Aufstiegsmöglichkeiten machen den Berg zur idealen Akklimatisationsvorbereitung zur Besteigung des Kilimandscharos. Umgeben wird der Vulkan vom Arusha Nationalpark, in dem eine reiche Artenvielfalt an Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Warzenschweinen, Affen, Kolumbusaffen und Antilopen lebt. Da hierdurch Begegnungen mit diesen Tieren nicht ausgeschlossen werden können, muss bei der Besteigung immer ein bewaffneter Ranger, der gleichzeitig als Führer agiert, dabei sein.


Was die bergsteigerischen Fähigkeiten angeht, so erfordert die Besteigung des Mount Meru keine spezielle Vorerfahrung. Die Besteigung ist mit einer guten körperlichen Fitness durchaus zu bewältigen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden jedoch unbedingt vorausgesetzt. Gewöhnlich ist die Besteigung innerhalb von drei Tagen zu bewältigen. Die auf der Wanderung zu bewundernde Vegetation ist ausgesprochen vielfältig und reicht von wildem, dichtem Regenwald über Parkland bis zu Heide- und Moorlandschaft. Am und um den Mount Meru herum wurden eine Vielzahl von Lodges gebaut, welche einen herrlichen Blick auf die beiden Berge gewähren.


Üblicherweise nimmt die Wanderung zum Gipfel des Mount Merus folgenden Verlauf:

Tag 1: Vom Momella Gate zur Miriakamba Hut

Anreise zum Momella Gate im Arusha Nationalpark. Hier werden alle Formalitäten, wie das vorbereitende Gespräch mit dem Bergführer, die Registrierung, das Abwiegen des Gepäcks etc. erledigt. Die Wanderung führt am ersten Tag etwa vier bis fünf Stunden durch offenes Grasland zu der 2.514 m hoch gelegenen Miriakamba Hütte. Während der Wanderung bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf den vis-à-vis gelegenen Kilimandscharo. Sie gelangen dabei durch den Akazienwald in die Nähe des so genannten "Fig Tree Arch". Dieser riesige Baum, ein Würge-Feigenbaum, hat ein Loch in seinem Stamm, durch das man mit einem Kleinwagen durchfahren könnte.


Tag 2: Von der Miriakamba Hut zur Saddle Hut

Von der Miriakamba Hütte geht es zunächst zu dem auf 3.200 m Höhe gelegenen Aussichtspunkt "Mgongo wa Tembo", auch Elefantenrücken genannt. Hier kann eine Pause eingelegt werden, um die Natur, den tropischen Berg-Lorbeerwald, und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Weiter geht es zur Saddle Hut auf 3.570 m Höhe. Die Gehzeit für diesen Streckenabschnitt beträgt insgesamt vier bis fünf Stunden.

Wer nachmittags noch nicht genug vom Wandern hat, kann von der Saddle Hut noch einen empfehlenswerten zweistündigen Ausflug zum Little Meru auf 3.801 m Höhe machen. Dies wirkt sich nicht nur vorteilhaft für die Akklimatisierung aus, sondern bietet auch wunderbare Ausblicke auf den gesamten Arusha Nationalpark.


Tag 3: Der Aufstieg zum Gipfel des Mount Meru

Um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel entgegenblinzeln zu können, bricht man zu der letzten Wegstrecke zum Gipfel des Mount Meru bereits gegen 2:00 Uhr nachts auf. Auf diesem Abschnitt müssen in der Nacht innerhalb von fünf Stunden etwa 1.000 Höhenmeter überwunden werden. Am Gipfel angekommen wird der Wanderer mit einem traumhaften Blick über den Park und auf den Kilimandscharo belohnt.


Direkter Abstieg zum Momella Gate

Der Abstieg vom Gipfel verläuft in einem Stück über die Saddle Hut, wo üblicherweise eine kurze Verschnaufpause eingelegt wird, hinunter zur Miriakamba Hütte und schließlich weiter zum Momella Gate.