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Tipps für die körperliche Vorbereitung und das Training

Der Kilimandscharo ist ein beeindruckender Berg, den jeder gerne einmal bezwingen möchte. In vielen Berichten kann man nachlesen, dass die Besteigung bei weitem nicht so schwierig ist wie die anderer, gleich hoher Gipfel. Dies liegt zum einen daran, dass man wenig bis gar keine Erfahrung im Bereich des eigentlichen Bergsteigens besitzen muss. In diesem Fall sollte man daher besser von Trekking mit hohem Anspruch sprechen. Zum anderen erleichtern die aufgesetzten Routen inkl. Campingplätzen und Hütten sowie die gut organisierten Guides mit Portern und Köchen die Besteigung des Kilimandscharos ebenfalls. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb darf man die körperlichen Anforderungen an die Besteigung, vor allem bedingt durch die Höhe von 5.895 m, nicht unterschätzen!


Überdurchschnittliche Kondition notwendig

Eine Tour sollte man mit einer überdurchschnittlichen und somit sehr guten Kondition antreten. Hierzu gehört in der Vorbereitungszeit ein gezieltes Ausdauertraining mit Puls- und eventuell sogar Gewichtskontrolle. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vor dem avisierten Datum damit anfangen. Die Trainingsintensität sollte gesteigert werden je näher der Termin rückt.


Breakfast Wall - Stück mit intensiver Steigung
Breakfast Wall - Stück mit intensiver Steigung

Trainingseinheiten in höheren Lagen

Zusätzlich sollten Sie, wenn irgendwie möglich, auch Trainingseinheiten in höheren Lagen durchführen. Hier bieten sich Wanderungen in höheren Lagen, bspw. den Alpen, über einen längeren Zeitraum an. Wichtig dabei ist, dass dies nicht als eigentliche Vorbereitung für eine Höhenanpassung zu werten ist. Vielmehr trainiert man seine Kondition unter diesen Umständen. Die eigentliche Wirkung der Höhenanpassung verliert sich in der Regel bereits wieder nach einer Woche. Daher ist es aus Sicht des Autors zielführender für den unerfahrenen Trekker, einen Akklimatisierungstag während der Besteigung einzulegen. Eine zusätzliche Alternative, um sich an die Höhenluft zu gewöhnen, ist die Besteigung des Mount Meru.

Als weitere Möglichkeit der Vorbereitung sollten Wanderungen/ Trekkings mit vielen Steigungen und Gefällen unternommen werden. Die stete Belastung des "Aufs und Abs" ist für den Körper gewöhnungsbedürftig und kann auf diese Weise besser trainiert werden.


Das Gipfelkreuz als Ziel vor Augen

Zusammenfassend darf man die Vorbereitung auf keinen Fall unterschätzen und sollte sich bewusst sein, dass die Besteigung gerade für den untrainierten Körper eine Extrembelastung darstellt. Die Freude und das Hochgefühl, wenn man am Gipfelkreuz steht, lassen dann auch die Anstrengungen im Vorfeld gerne vergessen.


Mount Meru
Blick auf den Mount Meru