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Tipps für die richtige Kleidung

Die Wanderung vom Fuße bis zum Gipfel des Kilimandscharos wird häufig mit einer Tour vom Äquator in die Antarktis verglichen. Da die Temperaturen von 38 bis -20 Grad Celsius reichen können, ist es vor Tourbeginn unerlässlich, sich mit dem Wetter am Berg und der bestmöglichen Kleidung für die unterschiedlichen Etappen vertraut zu machen. Die folgende Ausrüstungsliste verschafft einen Überblick über die richtige und sinnvolle Kleidung, um auf jeder Etappe gut und warm gekleidet zu sein.

Generell hat sich das Zwiebelprinzip bei der Besteigung des Kilimandscharos bewährt, da man schnell auf Temperaturschwankungen reagieren kann und Kleidungsschichten je nach Körpertemperatur, Aktivität und Wetterumschwung flexibel anpassen kann. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass viele dünne Schichten wärmer sind, als eine einzige gleichdicke Schicht und weniger Platz im Rücksack einnehmen.


Die erste Bekleidungsschicht

Die erste Schicht, der so genannte "Base Layer", ist die feuchtigkeitsregulierende Schicht, die wie eine zweite Haut getragen wird und für ein möglichst trockenes Hautklima sorgt, indem der Schweiß zügig vom Körper weggeleitet wird und die Wärme am Körper hält. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass es sich um ein leichtes Material handelt.

Base Layers können bei Wärme allein oder aber bei Kälte übereinander getragen werden. Es gibt unterschiedliche Materialien wie Wolle, Seide oder Polypropylen. Base Layers aus Baumwolle sollten vermieden werden, da Baumwolle keinen feuchtigkeitsregulierenden Effekt hat, nur langsam trocknet und den Wärmeverlust des geschwitzten Körpers weiter erhöht.

• 2 Langärmlige Hemden (leicht, feuchtigkeitsregulierendes Material)

• 1 Kurzärmliges Hemd (leicht, feuchtigkeitsregulierendes Material)

• 1-mal Lange Funktionsunterwäsche (feuchtigkeitsregulierendes Material wird empfohlen)

• 3-mal Kurze Funktionsunterwäsche (feuchtigkeitsregulierendes Material wird empfohlen)

• 1 Halstuch (optional)

• 1 Wollmütze

• 3 Paar Füßlinge (dünn, eng anliegend, zur Vermeidung von Blasen)

• 1 Paar Handschuhe (dünn, leicht, Synthetik, für die Wärmeregulierung (optional))

• 1 Paar Armwärmer, Synthetik (optional)



Die zweite Bekleidungsschicht

Die zweite Bekleidungsschicht, der so genannten "Mid Layer", soll vor allem Wärme spenden. Daher sollte man bei Kauf des Mid Layers unbedingt auf einen maximalen Thermoeffekt achten.

Wolle oder synthetische Materialien eignen sich in kälteren Regionen als Mid Layer. Sobald es aber richtig kalt wird, sollte man unbedingt auf Fleece, Daunen oder stärkere Synthetikzusammensetzungen zurückgreifen. Fleece ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft, da es Wärme spendet, relativ dünn ist, schnell trocknet und angenehm zu tragen ist. Allerdings bietet Fleece keinen Schutz vor Wind. Daunen sind am effizientesten, was den Thermoeffekt angeht. Allerdings geht dieser Effekt verloren, sobald Nässe auftritt. Bei Daunenjacken sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man ein leichtes Produkt als Mid Layer wählt. Synthetikjacken sind nicht so warm und leicht wie Fleece oder Daunen, allerdings verlieren sie ihren Thermoeffekt selbst bei Nässe nicht.

• 1 Leichte Jacke (aus Fleece oder Softshell)

• 1 Isolierende Jacke (aus Synthetik oder Daunen)

• 1 Fleece-Hose

• 3 Paar Socken (dick aus Wolle oder Synthetik)

• 2 Wanderhosen (die auch als Kurzvariante getragen werden kann)

• 1 Shorts (optional)


Die dritte Bekleidungsschicht

Die letzte Schicht, der "Outer Layer", soll Schutz vor Wind, Regen und Schnee bieten.

• 1 Wasserfeste Jacke (atmungsaktiv, mit Kapuze)

• 1 Wasserfeste Hose (atmungsaktiv (seitlicher Reißverschluss wird empfohlen))

• 1 Strickmütze (als Kälteschutz)

• 1 Kalabreser (als Sonnenschutz)

• 1 Paar Wanderschuhe (wasserfest, eingelaufen, ein Paar Ersatzschnürsenkel)

• 1 Paar Turnschuhe (kann man auf dem Camp tragen)

• 1 Paar Handschuhe (wasserfest)

• 1 Paar Gamaschen (optional)


Mit der oben genannten Liste werden Sie für alle am Kilimandscharo möglichen Wetterbedingungen gut ausgerüstet sein. Achten Sie während der Besteigung ganz bewusst auf die sich ändernden Bedingungen und passen Sie Ihre Bekleidung dementsprechend an. Entledigen Sie sich einer Schicht, bevor Sie anfangen zu schwitzen und nehmen Sie eine Schicht hinzu, bevor Ihnen kalt wird. Auch wasserfeste Bekleidung sollte schnell zur Hand sein, bevor man selbst und die unterschiedlichen Schichten nass werden.


Verspätete Ankunft des Gepäcks

Leider kommt es immer wieder vor, dass Touristen am Flughafen vergebens auf ihr Gepäck warten, da die Koffer beispielsweise beim Anschlussflug in Amsterdam oder Nairobi in das falsche Flugzeug manövriert wurden. Schätzungsweise erhält einer von sieben Touristen somit erst verspätet sein Gepäck. Wir möchten daher ausdrücklich darauf hinweisen, wichtige und unverzichtbare Gegenstände sowie Wertsachen im Handgepäck bei sich zu tragen. Des Weiteren sollten die Wanderschuhe bereits während des Fluges getragen werden, da es sich im Falle eines vermissten Gepäckstücks als schwierig herausgestellt hat, vor Ort noch vor Beginn der Tour entsprechenden Ersatz zu erstehen. Gewöhnlich tauchen vermisste Gepäckstücke innerhalb von 24 Stunden nach der eigenen Ankunft auf. In seltenen Fällen kann dies allerdings drei bis vier Tage in Anspruch nehmen.