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Informationen zur Umbwe-Route

Die Umbwe Route wird als die schwerste, allerdings auch spektakulärste und zugleich kürzeste Route zur Besteigung des Kilimandscharos erachtet. Sie zeichnet sich durch sehr steile Anstiege über den Great Western Breach sowie durch atemberaubende Ausblicke auf den Kibo aus. Die Umbwe-Route ist besonders geeignet für Wanderer mit einer ausgeprägten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung. Da sie ohne große Umwege und Akklimatisierungstage zum Gipfel führt, sollten Wanderer, die sich für diese Route entscheiden, bereits über ausgeprägte Höhenerfahrung bzw. Höhentraining verfügen.


Die Umbwe Route wird gewöhnlich innerhalb von fünf bis sechs Tagen bewandert. Es wird jedoch empfohlen, sich sieben bis acht Tage Zeit zu lassen und beispielsweise auf der Barranco Hut ein bis zwei zusätzliche Akklimatisierungstage einzulegen, um der Höhenkrankheit entgegenzuwirken. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass aufgrund der geringsten Akklimatisationsmöglichkeiten die Gefahr einer Höhenkrankheit bei dieser Route am höchsten ist. Da die Umbwe-Route zu den gefährlichsten Routen für die Besteigung des Kilimandscharos zählt, sollten sich Wanderer der Risiken bewusst und die eigene körperliche Fitness sehr gut einschätzen können. Gerade die beiden ersten Tage sind extrem anstrengend und zudem noch felsig, so dass eine gute und trainierte Trittsicherheit förderlich ist. Am dritten Tag geht die Route in die Machame Route über.

Am Gate: Abwiegen des Gepäcks für die Träger
Am Gate: Abwiegen des Gepäcks für die Träger


Üblicherweise nimmt die Wanderung zum Gipfel folgenden Verlauf:

Tag 1: Start vom Umbwe Nationalpark Gate zum Umbwe Camp

Anreise zum Umbwe Nationalpark Gate auf 1.800 m Höhe. Hier werden alle Formalitäten, wie das vorbereitende Gespräch mit dem Guide, die Registrierung, das Abwiegen des Gepäcks etc. erledigt. Nun beginnt die Besteigung der höchsten Erhebung des afrikanischen Kontinents. Die Wanderung am ersten Tag führt etwa vier bis fünf Stunden durch dichten Regenwald zu dem 2.950 m hoch gelegenen Umbwe Camp, es müssen also direkt am ersten Tag 1.000 Höhenmeter bewältigt werden.

Regenwald auf der Umbwe Route
Regenwald auf der Umbwe Route


Tag 2: Vom Umbwe Camp zum Barranco Camp

Der Weg wird nun immer enger und steiler, die Vegetation wird kahler und der Regenwald lichtet sich, um einer tristen Moor- und Heidelandschaft Platz zu machen. Bei dieser Tagestour müssen im ersten Abschnitt noch steilere Regenwaldpfade sowie eine ca. 14 m hohe Felspassage überwunden werden. Im weiteren Verlauf säumen dann nur noch Riesensenecien und Lobelien den Weg. Ab diesem Bereich sind die Ziel des heutigen Tages ist das Barranco Camp auf 3.960 m. Tag 2 bringt also ebenfalls wieder ein Tagespensum von 1.000 Höhenmetern für den Wanderer. An diesem Camp besteht sehr gut die Möglichkeit einen Akklimatisationstag einzulegen, welches auch ausdrücklich empfohlen wird.