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Informationen zur Rongai-Route

Die Rongai-Route gehört zu den weniger frequentierten Wegen (nur ca. 12% der Kilimandscharo-Touristen entscheiden sich für diese Route) und beginnt nördlich des Kilimandscharos, in der Nähe der kenianischen Grenze. In diesem Gebiet gibt es nur geringe Niederschlagsmengen, die in einer eher kargen Vegetation resultieren. Dies brachte der Route auch den Namen „Wüstenroute“ ein. Auf dieser Route hat man einen herrlichen Blick auf die kenianische Savanne. Da bei dieser Route ein recht schneller Aufstieg auf über 4.000 m erfolgt ist sie eher geeignet für Wanderer mit einer ausgeprägten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung.


In den ersten Tagen läuft man auf dieser Route durch ein tierreiches Gebiet, daher ist die Wahrscheinlichkeit wild lebende Tiere auf diesem Weg zu sehen nicht gering. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass man die Marangu-Route zum Abstieg benutzt und somit einerseits die Trockenheit und Dürre der Rongai-Route auf dem Hinweg, andererseits die Üppigkeit und Wildheit der Natur auf der Marangu-Route beim Abstieg kennen lernt. Die Besteigung kann in sechs Tagen durchgeführt werden, es wird aber empfohlen mindestens einen Akklimatisationstag einzuplanen.


Giraffen kann man auf der Rongai-Route treffen
Giraffen kann man auf der Rongai-Route treffen


Üblicherweise nimmt die Wanderung zum Gipfel folgenden Verlauf:

Tag 1: Vom Rongai Gate zum Sekimba Camp

Anreise zum Rongai Gate (ca. 2.020 m). Hier werden alle Formalitäten, wie das vorbereitende Gespräch mit dem Bergführer, die Registrierung, das Abwiegen des Gepäcks etc. erledigt. Nun beginnt die Besteigung der höchsten Erhebung des afrikanischen Kontinents. Die Wanderung am ersten Tag führt etwa acht km durch Anbauland und Pinienwälder bis zum Sekimba Camp, auch First Cave genannt, auf 2.600 m Höhe. Die Gehzeit beträgt drei bis vier Stunden.


Tag 2: Vom Sekimba Camp zum Kikelewa Camp

Die Vegetation wird nun kahler und macht einer einzigartigen Moor- und Heidelandschaft Platz. Auf dem Weg zum Kikelewa Camp (3.650 m) werden an diesem Tag ca. 1.000 Höhenmeter überwunden, es handelt sich also um einen steilen Tagesabschnitt. Dem Wanderer bieten sich atemberaubende Ausblicke auf den Kibo sowie die östlichen Eisfelder, aber auch auf die kenianische Hochebene bis hin zum Amboseli-Nationalpark. Die durchschnittliche Gehzeit beträgt zwischen sechs und sieben Stunden.



Typische Heidelandschaft auf dem Kilimandscharo
Typische Heidelandschaft auf dem Kilimandscharo