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Informationen zur Marangu-Route - Teil 2

Tag 4: Von den Horombo Huts zu den Kibo Huts

Am nächsten Tag geht es von den Horombo Huts aus zu den Kibo Huts. Sie befinden sich auf einer Höhe von ca. 4.700 m. Durch Moorlandschaften und alpine Wüsten führt der Weg zum Sattel, der Region zwischen dem Mawenzi und dem Kibo. Der Sattel ist eine etwa fünf km weite Halbwüste, die die beiden Gipfel voneinander trennt. Nach einer weiteren Stunde werden die Kibo Huts erreicht.

Herrlicher Blick auf den Mawenzi
Herrlicher Blick auf den Mawenzi

Der erste Abschnitt dieser Tagesroute durch die alpine Wüste ist sehr steil, dann folgt eine fast vegetationslose, dafür weniger steile Landschaft. Für diesen Weg sollten mindestens fünf Stunden eingeplant werden. Ausreichende Pausen und Wasserzufuhr sowie ein langsames Tempo sind in dieser Höhe ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Besteigung. Insgesamt beträgt die Länge der Strecke etwa elf Kilometer.

Alpine Wüste auf der Marangu-Route
Alpine Wüste auf der Marangu-Route

Tag 5: Aufstieg zum Uhuru Peak und Abstieg

Der folgende Tag beginnt mit einem sehr frühen Aufstieg zum Gipfel bei Gillman's Point auf 5 681 m. In der Regel startet die Gruppe um Mitternacht den Aufstieg zum Gipfel. Da die Gipfelzone zum größten Teil aus einem Lava-Asche-Untergund besteht, findet der Aufstieg bei Nacht und somit gefrorenem Untergrund statt. Jeder, der einmal durch knietiefen Pulverschnee gegangen ist, kann verstehen, dass dies die beste Taktik ist, um den ohnehin sehr kräftezehrenden Aufstieg anzugehen.


Gillman's Point liegt auf dem Kraterrand des Kibos. Von hier aus kann man in ein bis zwei Stunden den Uhuru Peak erreichen, den mit 5 895 m höchsten Punkt Afrikas. Sowohl an Gillman’s Point als auch am Uhuru Peak kommt man, wenn der Gipfel nicht völlig von Wolken eingehüllt ist, in den Genuss eines atemberaubenden Ausblicks.

Am Gipfel: Blick auf das Südliche Eisfeld
Am Gipfel: Blick auf das Südliche Eisfeld

Die Verweildauer auf dem Gipfel ist relativ kurz, maximal eine Stunde. Beim Abstieg wird zunächst in den Kibo Huts eine Zwischenmahlzeit eingenommen. Man hat die Möglichkeit sich auszuruhen und sogar ein bisschen zu schlafen. Nach Erholung der ersten Strapazen geht es aber am gleichen Tag noch zu den Horombo Huts, in denen übernachtet wird.


Tag 6: Abstieg zum Marangu Gate

Am letzten Tag schließlich erfolgt der Abstieg zum Ausgangspunkt der Tour, dem Marangu Gate. Man bekommt die Kilimandscharo Gipfel-Urkunde bei erfolgreichem Aufstieg überreicht und gibt der Helfer-Gruppe ihr Trinkgeld. Von hier aus werden die Reisenden abgeholt und in ihre Hotels gebracht.