headerphoto

Informationen zur Machame-Route - Teil 2

Tag 4: Von der Barranco Hut in das Karanga Camp

An diesem Etappenstück der Besteigung gibt es zwei Tour-Möglichkeiten. Es kann hier einerseits ein Akklimatisationstag eingelegt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass man drei Nächte hintereinander auf ca. 4.000 m schlafen kann und mit dem zwischenzeitlichen Aufstieg auf 4.600 m (Tag 3/ Lava-Tower) eine ideale Akklimatisationsvorbereitung hat. Zusätzlich hat man an Tag 3 und 4 jeweils nur kürzere Gehzeiten, was wiederum Kraft und Energie für den Gipfeltag spart. Als Alternative kann man aber auch noch am gleichen Tag hoch zur Barafu Hut (auch Barafu Camp) auf 4.600 m Höhe steigen. Damit kürzt man einen Tag der Tour, jedoch spart man keine Energie und hat keine ideale Höhenanpassung. Dem Bergsteiger-Anfänger sei daher der Stop im Karanga Camp empfohlen.



"Breakfast-Wall"

Zu Beginn der Tagestour muss der Teilnehmer die "Breakfast-Wall" bezwingen. Diese Wand erstreckt sich fast senkrecht nach oben, hier müssen ca. 300 Höhenmeter bezwungen werden. Dieser Abschnitt ist der einzige Teil, bei dem man auch durch Einsatz der Hände das Gefühl einer richtigen Bergbesteigung bekommt. Das Karanga Camp erreicht man relativ früh, nach ca. drei bis dreieinhalb h kann man sich hier ausruhen.

Karanga Hut auf der Machame Route
Karanga Hut auf der Machame Route

Tag 5: Vom Karanga Camp zur Barafu Hut

Nach dem Start vom Camp geht es konstant bergauf weiter. Es gibt kaum noch Vegetation, dem Wanderer zeigt sich eine trostlose Landschaft. Nach ca. vier Stunden erreicht man die Barafu Huts, welche auf ca. 4.600 m Höhe liegen. Hier angekommen, sollte man versuchen, möglichst schnell etwas zu essen und sich danach hinzulegen und zu schlafen, denn der Aufstieg beginnt in der Regel um Mitternacht. Ruhig zu schlafen ist jedoch in vielen Fällen nur erschwert möglich, denn in dieser Höhe werden einige Teilnehmer wieder von Kopfschmerzen geplagt.

Alpine Wüste bei Schneewetter
Alpine Wüste bei Schneewetter

Tag 6: Der Aufstieg zum Kibo und ein Teil des Abstiegs zur Mweka Hut

Kurz nach Mitternacht beginnt der schwerste Abschnitt der Besteigung. Knapp 1.150 m sind es bis zum Gipfel. Doch der Weg scheint endlos, die Dunkelheit und die Kälte lassen die Strecke noch länger vorkommen. Man kann nur in sehr langsamen Tempo der dünnen Luft trotzen. Über gefrorenen Untergrund geht es durch Geröll bis zum Stella Point auf 5.745 m Höhe. Bis zu diesem Punkt benötig man ca. fünf bis sechs h. Ein idealer Punkt, um den sagenhaften Sonnenaufgang über den Wolken zu genießen und noch einmal Kraft zu sammeln für die letzten 150 Meter, dann ist der Uhuru Peak endlich erreicht. Afrikas höchster Berg belohnt die Mühe mit einem atemberaubenden Rundblick und dem stolzen Gefühl, einen Riesen bezwungen zu haben. Hier darf natürlich das obligatorische Foto nicht fehlen.

Sonnenaufgang am Stella Point
Sonnenaufgang am Stella Point

Noch mit anhaltendem Adrenalin-Schub macht man sich dann relativ zeitnah nach der Besteigung auch wieder an den Abstieg. Dieser stellt gerade im ersten Bereich noch einmal eine Herausforderung dar, da die nicht mehr gefrorene Lava-Asche sehr kräftezehrend ist. Zunächst wird in der Barafu Hut wieder eine Rast eingelegt, man kann sich hier für ein oder zwei Stunden noch einmal hinlegen. Dann wird jedoch taggleich noch der Abstieg über die Mweka-Route fortgesetzt. Dies hat zwei Vorteile, zum einen trifft man nicht auf die Teilnehmer, welche gerade mit ihrem Aufstieg kämpfen, zum anderen sieht man noch einmal einen anderen Teil des Berges. Nach einem enormen Tagespensum für das zwischen zehn bis dreizehn Stunden veranschlagt werden kann, ist die lange Ruhephase in der Mweka Hut ein willkommenes Ziel. Am Ende des Tages ist der Teilnehmer auf angenehmen 2.850 m Höhe angekommen.


Tag 7: Von der Mweka Hut zum Mweka Gate

Der Abstieg durch den Regenwald führt nach ca. fünf Stunden zum Mweka Gate, das auf einer Höhe von 1.800 m liegt. Hier endet die Tour in der Regel mit der Rückfahrt in das Hotel.