headerphoto

Informationen zur Machame-Route

Die Machame-Route, auch Whiskey-Route genannt, bietet die landschaftlich interessanteste Aufstiegsvariante auf den Kilimandscharo, mit Shira Plateau und Abstieg über die Mweka-Route sind die Eindrücke für den Wanderers am eindruckvollsten. Die Route gehört zu den zwei populärsten Routen des Kilimandscharos. Auf dieser finden sich keine befestigten Hütten wie bei der Marangu-Route, die Übernachtung erfolgt in Zelten in den jeweiligen Camps. Der Aufstieg kann, abhängig von einem eingelegten Akklimatisationstag, sechs bzw. sieben Tage dauern.


Das Machame Gate zu Beginn der Tour
Das Machame Gate zu Beginn der Tour

Üblicherweise nimmt die Wanderung zum Gipfel folgenden Verlauf:

Tag 1: Vom Machame Gate zum Machame Camp

Die Machame-Route startet selbstredend am Machame-Gate, welches auf ca. 1.800 m liegt. Normalerweise holt der Guide die Truppe vom Hotel ab, nach Einkäufen auf der Strecke erreicht man das Gate, an dem schon der Rest der Truppe wartet. Das Gepäck wird verteilt und die Tour kann beginnen. Der Weg führt von hier durch tropischen Regenwald, die ersten Steigungen sind noch unmerklich. In etwa fünf Stunden, diese Zeitangabe ist natürlich nur eine grobe Angabe, da es auch von der Geschwindigkeit der Truppe abhängt, werden 9 km zurückgelegt. Gerade in diesem Abschnitt sollten sich die Wanderer schon an die notwendige "langsame" Geschwindigkeit gewöhnen und versuchen sich dazu selbst zu disziplinieren. Die Wanderung durch den farbenfrohen Bergdschungel in dem sich die afrikanische Natur von ihrer üppigen Seite zeigt lädt hierzu ein. Beim Erreichen des Machame Camps beträgt die Höhe ca. 2.990 m.

Tropischer Regenwald auf der Machame-Route
Tropischer Regenwald auf der Machame-Route

Tag 2: Vom Machame Camp zum Shira Camp

Am nächsten Morgen bricht man zur Shira Camp auf, welches auf 3.840 m liegt. Interessant bei dieser Route ist, dass die ursprünglich einmal errichteten Hütten nicht mehr nutzbar sind, es wird ausschließlich gecampt. Dennoch ist der Name der einzelnen Camps (bspw. Barranco Hut) geblieben und weist somit auf diesen Sachverhalt hin. Die Etappe beginnt steil. Etwas gemächlicher führt sie dann durch die Moor- und Heidelandschaft. Nach nochmaligem Anstieg kommt man zu bizarren Steinformationen. Der restliche Weg bleibt flach. Ab 3.500 m entdeckt man auf diesem Teilstück die ersten Senecien. Den Anblick dieser Pflanze wird man noch öfters während der Tour genießen können. Zum 3.840 m hoch gelegenen Shira Camp gelangt man nach ca. fünf Stunden.


Blick auf den Kibo von der Barranco Hut
Blick auf den Kibo von der Barranco Hut

Tag 3: Vom Shira Camp über den Lava-Tower in die Barranco Hut

In dieser Tagestour wird gemäß der Leitlinie "Climb high, sleep low" verfahren. Dies ist ideal zur aktiven Akklimatisation, der Körper soll sich an die Höhe anpassen. Erstes Etappenziel auf dieser Tagestour ist der Lava-Tower. Diese Gesteinsform befindet sich auf ca. 4.600 m. Die meisten Bergsteiger lernen auf diesem Stück das erste Mal die Symptome der Höhenkrankheit kennen, fühlen sich schlapp und haben Kopfschmerzen. Bei gutem Wetter besteht die Möglichkeit den Lava-Tower noch zu erklimmen. Hat man diese Etappe erreicht, so bricht man in Richtung Barranco Hut (auch Barranco Camp genannt) auf. Dieses Camp liegt wiederum auf ca. 3.950 m, somit wandert man vom Lava-Tower vornehmlich bergab. Je tiefer man hier wieder steigt, desto besser werden auch die Kopfschmerzen, der Wanderer fühlt sich merklich besser. Auf der Strecke säumen wunderschöne Senecien und riesige Lobelien den Weg. In ca. sechs Stunden ist die Strecke geschafft und man kann in der Barranco Hut, einem der schönsten Camps, die Aussicht genießen und die Beine hochlegen.