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Informationen zur Lemosho-Route

Die Lemosho-Route gehört zu den weniger frequentierten, landschaftlich aber sehr reizvollen Routen zur Besteigung des Kilimandscharos. Sie zeichnet sich durch steile Anstiege über die Lemosho Glades und das Shira-Plateau sowie durch atemberaubende Ausblicke auf den Kibo aus. Die Route vereint die Vielfalt und Härte der Machame-Route mit der wilden, ursprünglichen Natur sowie der Abgeschiedenheit der Rongai-Route. Sie ist besonders geeignet für Wanderer mit einer guten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung. Da man auf der Lemosho-Route gegebenenfalls auf Wildtiere wie z.B. Büffel oder Elefanten treffen kann, wird man für den ersten Teil der der Strecke von einem bewaffneten Ranger begleitet.


Die Lemosho-Route ist grundsätzlich vergleichbar mit der Machame-Route, sie beginnt jedoch an einem entfernteren und höher gelegenen Startpunkt westlich des Kilimandscharos. Beide, die Lemosho- sowie die Machame-Route verlaufen parallel zueinander und vereinen sich dann auf dem Shira-Plateau. Die Lemosho-Route wird gewöhnlich innerhalb von sieben Tagen bewandert. Es wird empfohlen, beispielsweise auf dem Shira-Plateau oder dem Lava Tower einen Erholungs- bzw. Akklimatisierungstag einzulegen.

Interessante Blumenvielfalt im Regenwald des Kilimandscharos
Interessante Blumenvielfalt im Regenwald des Kilimandscharos

Üblicherweise nimmt die Wanderung zum Gipfel folgenden Verlauf:

Tag 1: Vom Londorossi Park Gate zum Big Tree Camp

Anreise zum Londorossi Park Gate (2.250 m). Hier werden alle Formalitäten, wie das vorbereitende Gespräch mit dem Bergführer, die Registrierung, das Abwiegen des Gepäcks etc. erledigt. Nun beginnt die Besteigung zur höchsten Erhebung des afrikanischen Kontinents. Die Wanderung am ersten Tag führt etwa 7 km durch dichten Regenwald zu dem 2.750 m hoch gelegenen Mkubwa Camp, auch Big Tree Camp genannt. Die Gehzeit beträgt drei bis vier Stunden.

Heidelandschaft am Kilimandscharo
Heidelandschaft am Kilimandscharo

Tag 2: Vom Big Tree Camp zum Shira-Plateau

Die Vegetation wird nun kahler, der Regenwald lichtet sich und macht auf dem Weg vom Big Tree Camp zu der Westseite des Shira-Plateaus einer tristen Moor- und Heidelandschaft Platz. Je nach der körperlichen Fitness und Akklimatisation der Wandergruppe kann auf dem Shira 1 Camp (3.600 m), in der Shira Cave (3.850 m) oder auf dem Shira-Plateau (ca. 3.840 m) übernachtet werden. Meist wird nach etwa vier Stunden eine Rast am Shira 1 Camp eingelegt, um schließlich nach weiteren vier Stunden über die Hochebene zum Shira-Plateau zu gelangen. Von hier aus bietet sich bei wolkenfreiem Himmel ein traumhafter 360 Grad Blick auf den Kibo, Shira sowie Mount Meru.




Nebel ist beim Aufstieg keine Seltenheit