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Trekking am Kilimandscharo

Vorstellung der unterschiedlichen Routen

Jährlich stellen sich weit mehr als 30.000 Touristen in Tansania auf Ihrer Reise der Herausforderung, das eindrucksvolle Bergpanorama des Kilimandscharos zu bezwingen. Die Besteigung des Kilimandscharos ist grundsätzlich unabhängig von der gewählten Route ohne technische Ausrüstung durchführbar. Dabei sind verschiedene Routen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Länge auswählbar, die populärsten Routen sind die Marangu Route und die Machame Route Route. Die Dauer der Besteigung des Kilimandscharos ist dabei sowohl von der jeweils gewählten Route, des Tempos bei der Besteigung als auch den eingeplanten Tagen zur Akklimatisation um die Höhenkrankheit zu vermeiden, abhängig.

Die Besteigung des Kilimandscharos erfolgt bei den hier aufgeführten Routen entlang eines Wegenetzes. Ein nicht zu unterschätzendes Problem bei der Besteigung ist die Höhe des Berges und die damit verbundenen Risiken. Kletterer müssen auf der Trekking Tour mit einer hohen körperlichen Anstrengung fertig werden. In extremer Höhe herrscht Sauerstoffknappheit, welche zur so genannten Höhenkrankheit führen kann.

Im Folgenden werden die möglichen Routen zur Besteigung des Kilimandscharos einzeln aufgeführt und die jeweiligen Camps inkl. Höhenmeter sowie andere interessante Aspekte der jeweiligen Route vorgestellt. Im letzten Abschnitt erfolgt noch einmal eine tabellarische Übersicht der Vorteile und Nachteile der gängigsten Routen, um den Interessierten eine bessere Entscheidungsbasis für seine Trekking Wahl zu ermöglichen.


Marangu Route

Marangu-Route Die Marangu Route, auch als "Coca-Cola Route" bezeichnet, ist die populärste Route für eine Besteigung des Kilimandscharos. Sie verläuft von Südosten her zum Gipfel, dem Kibo, und ist mit dem Schwierigkeitsgrad "B" kategorisiert, für erfahrene und fitte Bergsteiger und Trekking geübte Personen somit durchaus machbar. Die Marangu Route führt zu beiden Gipfeln des Kilimandscharos, also zum Mawenzi (5.149 m) und zum Kibo (5.895 m). Eine Besonderheit der Marangu Route im Gegensatz zu den anderen Routen des Kilimandscharos sind feste Holz- bzw. Berghütten auf den Endpunkten der Tagestouren, welche sogar bewirtschaftet sind. Für die Besteigung des Kilimandscharos über die Marangu Route ist eine Dauer von fünf bis sechs Trekking Tagen einzuplanen. Die Anreise zur Marangu Route ist sowohl von Moshi als auch Arusha problemlos möglich.


Machame Route

Machame-Route Die Machame-Route, auch Whiskey-Route genannt, bietet die landschaftlich interessanteste Aufstiegsvariante auf den Kilimandscharo, mit Shira Plateau und Abstieg über die Mweka-Route sind die Eindrücke für den Wanderers am eindruckvollsten. Die Route gehört zu den zwei populärsten Routen des Kilimandscharos. Auf dieser finden sich keine befestigten Hütten wie bei der Marangu-Route, die Übernachtung erfolgt in Zelten in den jeweiligen Camps. Der Aufstieg kann, abhängig von einem eingelegten Akklimatisationstag, sechs bzw. sieben Tage dauern.


Lemosho Route

Lemosho-Route Die Lemosho-Route gehört zu den weniger frequentierten, landschaftlich aber sehr reizvollen Routen zur Besteigung des Kilimandscharos. Sie zeichnet sich durch steile Anstiege über die Lemosho Glades und das Shira-Plateau sowie durch atemberaubende Ausblicke auf den Kibo aus. Die Route vereint die Vielfalt und Härte der Machame-Route mit der wilden, ursprünglichen Natur sowie der Abgeschiedenheit der Rongai-Route. Sie ist besonders geeignet für Wanderer mit einer guten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung.


Rongai Route

Rongai-Route Die Rongai-Route gehört zu den weniger frequentierten Wegen (nur ca. 12% der Kilimandscharo-Touristen entscheiden sich für diese Route) und beginnt nördlich des Kilimandscharos, in der Nähe der kenianischen Grenze. In diesem Gebiet gibt es nur geringe Niederschlagsmengen, die in einer eher kargen Vegetation resultieren. Dies brachte der Route auch den Namen „Wüstenroute“ ein. Auf dieser Route hat man einen herrlichen Blick auf die kenianische Savanne. Da bei dieser Route ein recht schneller Aufstieg auf über 4.000 m erfolgt ist sie eher geeignet für Wanderer mit einer ausgeprägten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung.


Umbwe Route

Umbwe-Route Die Umbwe Route wird als die schwerste, allerdings auch spektakulärste und zugleich kürzeste Route zur Besteigung des Kilimandscharos erachtet. Sie zeichnet sich durch sehr steile Anstiege über den Great Western Breach sowie durch atemberaubende Ausblicke auf den Kibo aus. Die Umbwe-Route ist besonders geeignet für Wanderer mit einer ausgeprägten körperlichen Fitness sowie Trekking-Erfahrung. Da sie ohne große Umwege und Akklimatisierungstage zum Gipfel führt, sollten Wanderer, die sich für diese Route entscheiden, bereits über ausgeprägte Höhenerfahrung bzw. Höhentraining verfügen.


Tipps zur Routenwahl

Tipps zur Routenwahl Die Wahl der entsprechenden Route ist eine für den unerfahrenen Bergsteiger schwierige Angelegenheit. Eine Beschreibung der einzelnen Routen ist dem jeweiligen Routenprofil auf dieser Seite zu entnehmen. Anbei noch einmal eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der einzelnen Routen. Im Endeffekt obliegt es den individuellen Präferenzen, welche Route gewählt wird.