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Serengeti

Die Serengeti, eine baumarme Savanne, liegt im Norden Tansanias. Berühmt geworden ist die Serengeti durch die "Great Migration", den wandernden Herden von mehr als 1,3 Millionen pflanzenfressenden Tieren (vorwiegend Gnus, Zebras, Thomson-Gazellen und Elenantilopen) auf der Suche nach Nahrung. Doch ist das Schauspiel der Wanderung nicht das einzig Faszinierende an der Serengeti. Neben den genannten ßWandertierenß sind vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner und Geparden hier heimisch, aber auch über 500 Vogelarten sowie zahlreiche Kleintiere und Insektenarten.. Raubtierfreunde werden begeistert sein von der hohen Dichte an Löwen, Leoparden, Hyänen oder Wildhunden.

Gruppe von Giraffen in der Serengeti
Gruppe von Giraffen in der Serengeti

Lage / Größe

Die Serengeti gehört zu den ältesten Ökosystemen dieser Erde und umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 30.000 Quadratkilometern. Erfreulicherweise ist sie auch eines der vom Menschen bisher noch unbeeinflussten Ökosysteme, die natürlichen Umstände haben sich hier in den letzten Jahrmillionen nicht mehr verändert.

Während im Süden der Serengeti im Großteil ausgedehnte, flache Grassteppen das Bild beherrschen, so findet man im Norden eine leicht hügelige und wenig bewaldete Ebene. In dieser kann man auch die berühmten "Kopjes" auch Inselberge genannt, finden. Diese Granitfelsen prägen das Bild der dortigen Landschaft. Aufgrund verschiedener Faktoren (höherer Grundwasserspiegel in der Nähe der Felsen oder natürliche Barriere bei Grasbränden) haben sich auf bzw. um die Felsen ganz spezielle Tierarten bzw. standorttypische Pflanzenarten angesiedelt. Tiere wie der Klippschliefer oder auch der Klippspringer (kleine Antilopenart) haben hier ihr bevorzugtes Aufenthaltsgebiet.

Granitfelsen (Kopjes) in der Serengeti
Granitfelsen (Kopjes) in der Serengeti

Bernhard Grzimek

Stärker in die öffentliche Wahrnehmung gerückt ist die Serengeti unter anderem durch den in den sechziger Jahren gedrehten und oscarprämierten Dokumentarfilm "Die Serengeti darf nicht sterben" der beiden Deutschen Michael und Dr. Bernhard Grzimek.

Serengeti Nationalpark

Ein großer Teil dieser Savanne wird durch den Serengeti Nationalpark, Tansanias ältesten und berühmtesten Nationalpark abgedeckt. Gelegen im Norden Tansanias erstreckt sich allein der Nationalpark auf über 15.000 Quadratkilometer (ungefähr die Größe von Schleswig-Holstein) bis an die Grenze zu Kenia und an den westlich angrenzenden Victoriasee. Der Serengeti Nationalpark wurde 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt.

Blick auf die nördliche Serengti bei Sonnenuntergang
Blick auf die nördliche Serengti bei Sonnenuntergang

Beste Reisezeit

Mit Beginn der Regenzeit im März und April wandelt sich die trockene, steppenartige Kargheit der Landschaft in eine bezaubernde und farbenfrohe Vielfalt an Blumen und Gräsern. In diesen beiden Monaten sind fast nur die Hauptrouten des Parks befahrbar. Die Serengeti ist aber aufgrund des vorherrschenden Klimas das ganze Jahr über gut besuchbar. Möchte man die Tiermigration mit eigenen Augen erleben, so sollte man vorzugsweise die Zeit zwischen Dezember und April wählen. Weitere Informationen zur Migration sowie den genauen Terminzeiträumen und Regionen in der Serengeti finden Sie hier....



Anreise

Es gibt verschiedene Möglichkeiten in die Serengeti zu gelangen, welche etwa 335 km von der im Nordosten Tansanias gelegenen Stadt Arusha entfernt beginnt. Zum einen kann man direkt mit einem Charterflug von den tansanischen Flughäfen in Arusha, Sansibar, Lake Manyara oder Mwanza verschiedene Landeplätze (Flughäfen u.a. zentral in der Nähe von Seronera; im Norden der Serengeti (Klein’s Camp) oder im Westen der Serengeti (Grumeti)) ansteuern. Dies wird bspw. von den Fluglinien Coastal Aviation, Air Excel und Regional Air Services angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise mit einem Wagen in Kombination mit einem weiteren Nationalpark. Hier kann man bspw. den Arusha Airport ansteuern und dann mit dem Auto zuerst den Ngorongoro Krater besuchen und dann weiter in Richtung Serengeti fahren.

Die populärsten "Eintrittstore" in den Park sind das Naabi Hill Gate im Südosten des Parks (ca. 50 km von Seronera entfernt) und das Ndabaka Gate, welches via der Mwanza-Musoma-Straße angesteuert werden kann und etwa 140 km nordöstlich von Mwanza entfernt ist. Für die Einreise über das direkt an die Serengeti angrenzende kenianische Naturschutzgebiet Massai-Mara muss ein in Tansania gemeldetes Auto genutzt werden.

Süd-Serengeti: Vorwiegend ausgedehnte, flache Grassteppe
Süd-Serengeti: Vorwiegend ausgedehnte, flache Grassteppe

Mögliche Aktivitäten im Nationalpark

Das Erlebnis der Jeep-Safari, also der aktiven Tierbeobachtung, ist sicherlich der für die meisten Besucher zentralste und interessanteste Part des Serengeti Nationalparks. Doch bietet der Park noch weitere spannende Aktivitäten. Mit einer Heißluftballon-Safari lassen sich das einzigartige Ökosystem und die darin lebende Tierwelt von einer ganz anderen Perspektive beobachten. Wer Interesse an der menschlichen Geschichte im Serengeti Nationalpark hat, dem sei ein Besuch der Felsmalereien der Massai, der Olduvai-Schlucht oder ein Ausflug zu den Musical Rocks empfohlen. Des Weiteren können ein Besuch der Flamingos am Lake Natron oder eines Massai Dorfes auch besondere Urlaubseindrücke hinterlassen.

Eintritt / Gebühren / Öffnungszeiten

Die Eintrittsgebühr für das einzigartige Naturerlebnis des Serengeti Nationalparks beträgt pro Tag und Person 50 US$. Pro Übernachtung in einem Camp werden zwischen 30 und 50 US$ erhoben. Die tägliche Miete für ein Auto liegt zwischen 40 US$ unter zwei Tonnen Gepäck bis 300 US$ für mehr als sieben Tonnen Gepäck.

Hyäne in der Serengeti
Hyäne in der Serengeti

Unterkünfte / Lodge / Camp

Im Serengeti Nationalpark gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten. Es gibt sowohl luxuriöse Lodges und Luxus-Zeltlager als auch verschiedene Campingplätze. Für eine genaue Auflistung der jeweiligen Unterkünfte finden Sie weiterführende Informationen hier.....