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Ngorongoro Naturschutzgebiet

Ngorongoro Krater

In diesem Naturschutzgebiet können Sie eines der landschaftlich schönsten und von den hier lebenden Tierarten vielfältigsten Gebiete des gesamten afrikanischen Kontinents erkunden. Dominiert wird dieses Gebiet vom Ngorongoro-Krater, einem trockenem Krater mit erhaltenem Rand. Die Kraterhänge sind mit Wald bewachsen, auf dem Kratergrund hingegen bieten Graslandschaften ganzjährig Lebensraum für ca. 25.000 Tierarten, u.a. für vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner und Schwarzmilane sowie Elefanten und Giraffen. Afrikanische Wildhunde, Geparden und Krokodile sind ebenfalls im Krater beheimatet. Für den Safari-Touristen ist vor allem die höchste Raubtierdichte Afrikas (nicht nur Landraubtiere, sondern auch Beutegreifer) interessant. Zusätzlich beherbergt der im Krater gelegene Natronsee zeitweise wunderschöne Flamingokolonien.

Panoramablick in den Krater
Panoramablick in den Krater

Farm House und Massai Nutzfläche

Populärstes vom Menschen geschaffenes Ziel im Krater ist das sogenannte "Farm House". In diesem lebten bis zum Ende des ersten Weltkrieges die Bielefelder Adolf und Paula Siedentopf und betrieben hier eine Rinderzucht sowie Anbau. Die früher ebenfalls im Krater ansässigen Massai-Ureinwohner wurden in Bereiche außerhalb des Kraters umgesiedelt. Sie dürfen jedoch unter Auflagen noch den Krater als Nutzfläche für die eigene Tierzucht nutzen.

Begräbnisstätte für Bernhard Grzimek

Am Kraterrand (2.300 Meter über NN) wurden die beiden Deutschen Michael und Bernhard Grzimek begraben. Diese haben durch ihre Aufklärungsarbeit ab den 60er Jahren für die Errichtung der Nationalparks in ihrem heutigen Umfang beigetragen.

Zebras und Antilopen auf dem Kratergrund
Zebras und Antilopen auf dem Kratergrund

Lage / Größe / Entstehung

Das 8.290 Quadratkilometer umfassende Naturschutzgebiet Ngorongoro befindet sich im Norden Tansanias und grenzt im Nordwesten an die Serengeti und im Norden an den Oldoinyo Lengai, den heiligen Berg der Massai. Der Ngorongoro-Krater ist der größte erloschene Krater der Erde mit einem Durchmesser zwischen 17 und 21 Kilometern und einer Gesamtfläche von ca. 260 Quadratkilometern. Seine Entstehung ist auf das Zusammenbrechen eines Vulkanbergs zurückzuführen. Die Seitenwände des Kraters sind etwa 400 bis 600 Meter hoch. Seit 1979 wurde der Krater auf die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO gesetzt.

Blick auf den Kratergrund und die steilen Seitenwände
Blick auf den Kratergrund und die steilen Seitenwände

Mögliche Aktivitäten im Nationalpark

Grundsätzlich können im gesamten Naturschutzgebiet Jeep-Safaris unternommen werden. Darüber hinaus werden außerhalb des Kraters noch Fußsafaris angeboten. Beim Besuch des Kraters kann man neben der hier vorherrschenden Artenvielfalt auch den Lake Magadi besuchen, dessen weiß schimmerndes Wasser auf die alkalischen Ablagerungen des Vulkans zurückzuführen sind. Das Naturschutzgebiet gilt auch als die "Wiege der Menschheit", bekannt unter dem Namen Olduvai Gorge. Etwa eine Stunde vom Krater entfernt, direkt am Ostafrikanischen Grabenbruch wurde 1913 vom deutschen Geologen Hans Reck die ersten Funde eines 20.000 Jahre alten Skeletts des Homo Sapiens gemacht. In einem Museum werden hier prähistorische Funde gezeigt, die von frühem menschlichen Leben zeugen.

Klima und beste Reisezeit

Durch die unterschiedlichen Höhen trifft man im Gebiet des Ngorongoro-Kraters auf verschiedene Klimazonen. Die Höhenlagen können vor allem nachts erheblich kühler und feuchter sein, das Flachland wird durch die auftretende Regenzeit beeinflusst und weist daher stärkere Temperaturschwankungen auf.

Das Naturschutzgebiet ist ganzjährig besuchbar. Während der beiden auftretenden Regenzeiten zwischen Ende März bis Anfang Mai sowie von November bis Dezember kann eine eingeschränkte Nutzung der Wege möglich sein. In der Trockenzeit von Juni bis Oktober und Dezember bis März ist die beste Besuchszeit für den Krater.

Kein seltenes Bild im Krater: Raubvögel
Kein seltenes Bild im Krater: Raubvögel

Anreise

Der kürzeste Weg in das Ngorongoro Naturschutzgebiet erfolgt via Auto. Es ist ca. 200 km von Arusha entfernt und über eine für das Land gut entwickelte Straße zu erreichen. Zusätzlich werden direkt Charterflüge von Arusha, Sansibar oder Mwanza an den auf dem Kraterrand gelegenen Landeplatz angeboten.

An den Kratergrund gelangt man über spezielle Zufahrtsstraßen. Der Zutritt ist jedoch auf eine maximale Wagenzahl pro Tag limitiert. Man sollte sich also, wenn man nicht über eine organisierte Tour reist, rechtzeitig um die entsprechenden Tickets kümmern.

Die Einfahrt in das Schutzgebiet
Die Einfahrt in das Schutzgebiet

Eintritt / Gebühren / Öffnungszeiten

Der Eintrittspreis und die Unterkunftspreise entsprechen den Preisen der Serengeti. Die Eintrittsgebühr beträgt demnach pro Tag und Person 50 US$. Pro Übernachtung in einem Camp werden zwischen 30 und 50 US$ erhoben. Ein Auto kann je nach Gepäck zwischen 40 und 150 US$ pro Tag gemietet werden. Für das Befahren des Bergkraters werden gesondert 200 US$ pro Fahrzeug erhoben.

Unterkünfte/ Lodges / Camps

Das Naturschutzgebiet verfügt ebenfalls über eine Vielzahl an unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten. Es sind sowohl luxuriöse Lodges und Luxus-Zeltlager als auch verschiedene Campingplätze vorhanden. Eine Übernachtung ist auf dem Kraterrand mit traumhaftem Blick in den Krater, jedoch nicht auf dem Kratergrund möglich. Für eine genaue Auflistung der jeweiligen Unterkünfte finden Sie weiterführende Informationen hier.....