Der Kilimandscharo - das Dach Afrikas
Schnee und Eis in Afrika!
Seit jeher hat der Kilimandscharo (= "Weißer Berg") einen ganz besonderen Reiz auf alle Bergsteiger und Wanderfreunde ausgeübt. Der Kilimandscharo, die höchste Gebirgskette Afrikas, befindet sich im Nordosten Tansanias, in der Nähe zur kenianischen Grenze. Im Wesentlichen besteht das Hochgebirge, welches auch das Dach Afrikas genannt wird, aus den drei Schichtvulkanen Kibo, Mawenzi und Shira. Der Kilimandscharo ist darüber hinaus noch der höchste freistehende Berg der Erde.
Der zum Teil vergletscherte Gipfel wird vom Kibo-Krater beherrscht, welcher am südwestlichen Kraterrand mit dem Uhuru Peak seine höchste Stelle erreicht. Gleichzeitig stellt dieser Punkt mit 5895 Metern auch den insgesamt höchsten Punkt des Kilimandscharos dar. Etwa zehn Kilometer östlich ragt der 5148 Meter hohe Mawenzi auf. Dessen Gipfel wird von steilen Felswänden gesäumt und ist eisfrei. 15 Kilometer westlich des Kibo befindet sich mit dem Shira die älteste Erhebung des Kilimandscharos. Der Gipfel, welcher auch Johnsell Point genannt wird, ist durch ein plateauartiges Aussehen gekennzeichnet.
Ortschaften in der Nähe / Startpunkte
In der Nähe des Kilimandscharos liegen zwei größere Städte, Arusha und Moshi. Beide Städte bieten sich als ideale Startpunkte und somit Basis für die Besteigung des Kilimandscharos. Zusätzlich dazu findet man noch das Dorf Marangu direkt am Fuße des Berges.
Flughäfen / Anreisemöglichkeiten
In unmittelbarer Nähe zum Kilimandscharo befindet sich der "Kilimanjaro International Airport". Eine Anreise über diesen Flughafen ermöglicht eine direkte Verbindung zu den beiden möglichen Städte Arusha und Moshi. Ein weiterer möglicher Zielflughafen für den Reisenden ist Nairobi.
Klima, Fauna und Flora
Beim Aufstieg des Kilimandscharos werden verschiedene Zonen durchquert. Diese unterscheiden sich erheblich in Bezug auf Klima, Fauna und Flora. Dabei kann der Bergtourist ein Temperaturspektrum von +25 Grad Celsius bis -25 Grad Celsius erleben. Von der Kultur-, Regenwaldzone über Heide und Moorland gelangt man in die Alpine Wüste um den final die Gipfelzone zu erreichen.
Die vier bedeutendsten Gletscher
Hat man den Aufstieg auf den Kibo einmal geschafft, so bewundert man neben der grandiosen Aussicht über die Wolken zweifelsohne die majestätischen Gletscher des Kilimandscharos mit ihrem nicht nur während des Sonnenaufgangs einmaligen Farbspektrum. Die vier bedeutendsten Gletscher des Kibos sind das so genannte Nördliche Eisfeld, das Südliche Eisfeld, das Östliche Eisfeld und der Furtwängler Gletscher.
Entstehung und Entdeckung
Das gesamte Massiv des Kilimandscharos ist vulkanischen Ursprungs und etwa drei Millionen Jahre alt. Entstanden sind die Erhebungen infolge der Verschiebung der Afrikanischen und Ostafrikanischen Platte, welche den Ostafrikanischen Graben entstehen ließ. Die an den Rändern ausströmende Magma führte zur Herausbildung zahlreicher Berge und Vulkane.
Tipps für die Besteigung
Die Besteigung des Kilimandscharos ist für den geübten Bergsteiger in der Regel gut zu bewältigen. Hierzu sollte man jedoch bestimmte Verhaltensregeln an den Tag legen und Empfehlungen folgen. Daher wird im Folgenden auf Tipps für die Aufstiegsvorbereitung bzw. Training, die richtige Ausrüstung und das Verhalten während des Aufstiegs inkl. Trinken und Mahlzeiten eingegangen.
Mögliche Aufstiegsrouten
Im Folgenden werden die möglichen Routen einzeln aufgef ührt und die jeweiligen Übernachtungs-Camps inkl. Höhenmeter sowie andere interessante Aspekte der jeweiligen Route vorgestellt. Im letzten Abschnitt erfolgt noch einmal eine tabellarische Übersicht der Vor- und Nachteile der gängigsten Routen um den Interessierten eine bessere Entscheidungsbasis zu ermöglichen.
Nationalpark Kilimandscharo
Um den Tourismus und die dadurch bedingten Menschenströme besser regulieren zu können und somit auch einen aktiven Beitrag für den Erhalt der Natur und Tierwelt zu leisten wurde 1973 der Nationalpark Kilimandscharo gegründet. Das etwa 750 Quadratkilometer große Areal umfasst die drei Gipfel des Gebirges, sowie die angrenzenden Regenwälder mit ihrer Fluss- und Seenlandschaft. Im Jahre 1987 wurde der Nationalpark Kilimandscharo in das Naturwelterbe der UNESCO aufgenommen.
Der Besuch dieses Nationalparks und die damit verbundene Besteigung des Kilimandscharos sind kostenpflichtig. Bei Buchung sollte darauf geachtet werden, dass die Parkgebühren im Preis enthalten sind. Mehr Informationen über die Vielfalt der in Tansania besuchbaren Nationalparks und deren Besonderheiten werden im Bereich Nationalparks gegeben.