Kilimandscharo - Marangu Route
Aufstiegsmöglichkeit zum Kilimandscharo
Die Marangu Route, auch als Coca-Cola-Route bezeichnet, ist die populärste Aufstiegsmöglichkeit zum Kilimandscharo. Sie verläuft von Südosten her zum Gipfel und ist mit dem Schwierigkeitsgrad "B" kategorisiert, für erfahrene und fitte Bergsteiger und Wanderer somit durchaus machbar. Die Marangu Route führt zu beiden Gipfeln des Berges, also zum Mawenzi (5149 m) und zum Kibo (5896 m). Eine Besonderheit im Gegensatz zu den anderen Routen des Kilimandscharos sind feste Holz- bzw. Berghütten auf den Endpunkten der Tagestouren, welche sämtlich bewirtschaftet sind. Des Weiteren sind die Wege ausgebaut, was auf der einen Seite bei Trockenzeit staubige Wege mit sich bringen kann, auf der anderen Seite jedoch ein Klettern über Stock und Stein verhindert.
Der eigentliche Startpunkt der Tour ist das Marangu Gate, das sich auf einer Höhe von 1870 Metern befindet. Das erste Tagesziel sind die auf 2743 m liegenden Mandara Huts. Auf dieser Strecke wird fast vollständig durch den Regenwald gewandert, hierbei ist noch ?leichtere? Kleidung empfehlenswert. Für diese Strecke benötigt der Wanderer ungefähr vier Stunden.
Wanderungen zu den Zebrafelsen oder zu den Mawenzi Huts
Am Morgen des nächsten Tages wird das zweite Tagesziel angesteuert, die Horombo Huts. Sie liegen auf einer Höhe von rund 3720 Metern, es werden etwa fünf Stunden inklusive Pausen dafür eingeplant. Die Strecke, bei der vornehmlich die Zone des Heide- und Moorlands durchquert wird, ist rund elf Kilometer lang. In dieser Höhe wird üblicher Weise ein Tag Pause eingelegt, um sich zu akklimatisieren. Diesen Tag kann man zu Wanderungen zu den Zebrafelsen oder zu den Mawenzi Huts nutzen. Dies unterstützt den Anpassungsprozess des Körpers an die Höhenluft und verringert dadurch mögliche Probleme durch Symptome der Höhenkrankheit, wie Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrensausen oder übelkeit.
Kibo Huts
Am nächsten Tag geht es von den Horombo Huts aus zu den Kibo Huts. Sie befinden sich auf einer Höhe von 4730 Metern. Durch Moorlandschaften und alpine Wüsten führt der Weg zum Sattel, der Region zwischen dem Mawenzi und dem Kibo. Der Sattel ist eine etwa fünf km weite Halbwüste, die die beiden Gipfel von einander trennt. Nach einer weiteren Stunde werden die Kibo Huts erreicht. Der erste Abschnitt dieser Tagesroute durch die alpine Wüste ist sehr steil, dann folgt eine fast vegetationslose, dafür weniger steile Landschaft. Für diesen Weg sollten mindestens fünf Stunden eingeplant werden. Ausreichende Pausen sind nach Verlassen der Zone der vollständigen Kompensation unbedingt vonnöten. Insgesamt beträgt die Länge der Strecke etwa elf Kilometer.
Aufstieg zum Gipfel bei Gillman's Point
Der folgende Tag beginnt mit einem sehr frühen Aufstieg zum Gipfel bei Gillman's Point auf 5681 m. In der Regel startet die Gruppe um Mitternacht den Aufstieg zum Gipfel. Da die Gipfelzone zum größten Teil aus einen Lavaasche-Untergund besteht, findet der Aufstieg bei Nacht und somit gefrorenem Untergrund statt. Jeder der einmal durch knietiefen Pulverschnee gegangen ist kann verstehen, dass dies die beste Taktik ist um den ohnehin sehr kräftezehrenden Aufstieg anzugehen. Gillman's Point liegt auf dem Kraterrand des Kibos. Von hier aus kann man in zwei bis drei Stunden den Uhuru Peak erreichen, den mit 5895 m höchsten Punkt Afrikas. Hier kommt man, wenn der Gipfel nicht völlig von Wolken eingehüllt ist, in den Genuss eines atemberaubenden Ausblicks.
Beim Abstieg wird zunächst in den Kibo Huts eine Zwischenmahlzeit eingenommen. Nach Erholung der ersten Strapazen geht es aber am gleichen Tag noch zu den Horombo Huts, in denen übernachtet wird. Am letzten Tag schließlich erfolgt der Abstieg zum Ausgangspunkt der Tour, dem Marangu Gate. Von hier aus werden die Reisenden abgeholt und in ihre Hotels gebracht.
Vorteile der Maragu-Route
- Befestigte und gut ausgebaute Wege
- Die Übernachtung findet in festen Berghütten statt
- In der Regel ist die Marangu Route die preisgünstigste Aufstiegsroute
- Zusätzliche Getränke werden in den Hütten verkauft
Nachteile der Marangu-Route
- keine separate Abstiegsroute. Dadurch entsteht ein wirklich reger Betrieb auf den Routen, teilweise kann der Gegenverkehr doch relativ nervig sein.
- Insgesamt sehr überlaufene Route
- Landschaftlich gibt es attraktivere Routen