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Kilimandscharo - Klima- und Vegetationszonen

Klima, Fauna und Flora

Beim Aufstieg des Kilimandscharos werden verschiedene Zonen durchquert. Diese unterscheiden sich erheblich in Bezug auf Klima, Fauna und Flora. Dabei kann der Bergtourist ein Temperaturspektrum von +25 Grad Celsius bis -25 Grad Celsius erleben. Von der Kultur-, Regenwaldzone über Heide und Moorland gelangt man in die Alpine Wüste um den final die Gipfelzone zu erreichen.

Kulturzone

In einer Höhe von etwa 800 bis 1.800 m befindet sich die Kulturzone des Kilimandscharos. Der fruchtbare Boden und das Klima in dieser Zone eignen sich für den Ackeranbau von Kaffee, Bananen, Mais etc. In der Kulturzone kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Tiere wie zum Beispiel diverse Vogelarten, Affen usw. vor. Da sich diese Zone noch an der Basis des Berges befindet, wird es nachts nur gelegentlich kühl, aber fast nie richtig kalt. Tagsüber kann es heiß werden, jedoch fallen das ganze Jahr über kurzweilige Regenschauer, welche den Boden fruchtbar halten.

Regenwald am Fuße des Kilimandscharos
Regenwald am Fuße des Kilimandscharos

Regenwald

Wenn man die Kulturzone verlässt, kommt man in etwa 1.800 bis 2.800 m Höhe in die Regenwaldzone, welche als zentrales Wasserreservoir für die Region dient. In dieser trifft man auf eine Vielzahl von Pflanzen (über 1.000), vor allem Moose, Flechten, Baumfarnen sowie hohe Laubbäume. Das Gebiet des Regenwaldes ist oft feucht und wolkig. Hier herrscht eine klassische Regenwaldvegetation vor. Die Tierwelt ist ebenfalls sehr vielfältig. Während des Aufstiegs ist von dieser jedoch so gut wie nichts zu sehen. Im Nordosten dieser Zone geht der Regenwald eher in einen Bergwald über.


Heide- und Moorland

Die Regenwaldzone geht ab ca. 2.800 m langsam in eine Heide- und Moorlandschaft über, welche bis 4.000 m Höhe reichen kann. In dieser Zone dominieren auf der unteren Ebene die Erikagewächse. Dies sind immergrüne und zum Teil sehr verzweigte Sträucher, von denen es in dieser Zone insgesamt über 600 verschiedene Arten gibt. Je höher man steigt, desto mehr Silberblattgewächse und Senecien erblickt man auf den Wegen. Diese erreichen eine Größe von bis zu 10 Metern. Sie werden übrigens auch - da sie oft im Nebel stehen - Gespensterbäume genannt. In dieser Zone befindet sich die Baumgrenze des Berges. Im Süden liegt diese bei etwa 3.500 Metern. Die Temperatur kann in diesem Bereich nachts bereits erheblich im Gegensatz zur Basis des Berges bis in die Minusgrade abfallen. Tagsüber können sich Temperaturen über 25 Grad Celsius mit kurzweiligen Regenschauern abwechseln. Nach diesen Regenfällen verwandelt sich ein Teil der Wege in einen morastigen Untergrund, spätestens hier ist festes Schuhwerk daher dringend empfohlen.

Senecien in der Heide- und Moorlandzone
Senecien in der Heide- und Moorlandzone

Alpine Wüste

In einer Höhe von etwa 4.000 bis 5.000 m befindet sich die alpine Wüste. Vegetation gibt es in dieser Region kaum noch. Die Landschaft ist sehr karg. Die Flechten, die hier noch vorkommen, zeichnen sich durch eine bunte bis zum Teil sogar schwarze Farbe aus. An Tierarten sind hier meist nur Mäuse und Vögel zu sehen. Diese verfügen dann meist über einen kugelförmigen Körper, der die Wärme in der kalten Region besser speichern kann. Von hier aus sind bereits die ersten Hanggletscher zu erblicken. In dieser Region können bereits kühle Winde auftreten, welche die gefühlte Temperatur unter -5 Grad Celsius treiben. Hier tritt bereits eine stärkere UV-Strahlung auf, was beim Aufstieg durch den entsprechenden Sonnenschutz beachtet werden sollte.

Gipfelzone: Blick in den Krater
Gipfelzone: Blick in den Krater des Kilimandscharos

Gipfelzone

Nach Durchquerung der alpinen Wüste beginnt ab ca. 5.000 m die Gipfelzone. Die Temperaturen steigen in dieser Zone kaum über den Gefrierpunkt. Teilweise können hier durch Schneefall und eisige Winde Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius vorkommen. Dadurch besteht kaum eine Überlebensmöglichkeit für Moose und Flechten, Tiere trifft man in dieser lebensunfreundlichen Region überhaupt nicht an. Der Boden in dieser Region besteht zum Großteil aus Lava-Asche, welche in der Nacht gefriert. Tagsüber ist die Wanderung auf diesem "losen" Untergrund extrem kräftezehrend.


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